Augenlasern mit Lasik

LASIK ist gegenwärtig die populärste Art des Augenlaserns, die seit mehreren Jahren sehr gute Erfolge zeigt. Es gibt zahlreiche Augenkliniken, die Lasik und deren Spielarten anbieten. Unser Ratgeber informiert zum Ablauf, den Erfolgsaussichten und den Risiken des Eingriffs und zeigt detaillierte Ergebnisse des Tests der größten Augenklinik-Ketten auf.

Service
DtGV Testsieger
Optical Express
Care Vision
EuroEyes
Smile Eyes
gut
1,9
gut
2,0
gut
2,1
gut
2,2
Testbereiche
Terminvereinbarung
Eindruck der Praxis
Anamnese
Untersuchung
Beratung & Aufklärung
Erscheinungsbild & Freundlichkeit
Gesamt
Standorte10211510
Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Freiburg, Hamburg, Lindau, München, Nürnberg, Rendsburg, StuttgartBerlin, Darmstadt, Düsseldorf, Frankfurt, Freiburg, Hamburg, Hannover, Heilbronn, Köln, Krefeld, Leipzig, Lübeck, Mainz, Nürnberg, Stuttgart, Suhl, Wien, Ingolstadt, Regensburg, WürzburgAugsburg, Berlin, Bremen, Düsseldorf, Dresden, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Leipzig, München, Lübeck, Oberhausen, Oldenburg, StuttgartAugsburg, Essen, Köln, Leipzig, Lohr, Marburg, München, Münster, Rostock, Trier, Weiden
Vorteile
  • Untersuchungen und Beratung
  • Umfangreiche Untersuchungen
  • Beratung und Aufklärung
  • Erscheinung
Nachteile
  • wenig Transparenz über Dauer von Terminen
  • Wenig Aufklärung zu Risiken
  • Keine aktive Beratung zu Finanzierung
  • Untersuchungen nicht so ausgeprägt
  • wenig aktive Beratung zur Finanzierung

Die LASIK-OP (LAser In SItu Keratomileusis) ist derzeit die populärste Methode der operativen Sichtkorrektur mittels Augen lasern. Sie geht schnell und man hat vergleichsweise weniger Schmerzen als bei den anderen Methoden des Augenlaserns, der PRK und der Lasek-Methode. Zudem wird durch Lasik die Behandlungsbreite erhöht: Fehlsichtigkeit kann damit bis –10 dpt korrigiert werden. Bei Lasek ist bei –6 dpt Schluss.

Weniger bekannt ist, dass die Lasik-Methode ein stärkerer Eingriff als die Lasek-Methode ist. Nur so kann die Korrektur einer höheren Fehlsichtigkeit erreicht werden. Bei Lasik wird unter der Oberfläche der Hornhaut abgeschliffen, bei Lasek auf der Oberfläche der Hornhaut. Dazu muss bei Lasik der obere Teil der Hornhaut inklusive des Deckhäutchen (Epithel) einseitig gelöst und dann weggeklappt werden. Bei Lasek wird nur das Epithel gelöst und weggeschoben. Die stärkere Schmerzempfindung bei der Lasek-Methode stammt daher, dass das Epithel der schmerzempfindliche Teil des Auges ist. Die wird bei Lasik kaum berührt.

Für wen ist Augenlasern mit LASIK geeignet?
  • Bei Kurzsichtigkeit bis –10 dpt
  • Bei Weitsichtigkeit bis +4 dpt
  • Bei Hornhautverkrümmung bis 4 dpt

Die Lasik-OP im Überblick

Lasik ist derzeit die am häufigsten verwendete Methode des Augenlaserns.

Wirkung von Lasik

  • Teilweise sofort nach der Operation
  • Ca. 3 Tage nach der Operation bereits gutes Sehvermögen erreicht
  • Spätere Schwankungen des Sehvermögens möglich
  • Erstes Verwachsen des Epithels an der äußeren Schnittfläche innerhalb von 2 Tagen. Ein festes Verwachsen dauert mehrere Wochen
  • Gesellschaftsfähig: Nach wenigen Tagen

Eingriff

  • Dauer: Einige Minuten
  • Betäubung: Örtliche Betäubung durch Tropfanästhesie; der Patient kann zudem, falls gewünscht, eine Beruhigungstablette bekommen
  • Kein Krankenhausaufenthalt notwendig
  • Schmerzen: gering

Risiko und Erfolgschancen von Lasik

  • Normale postoperative Beschwerden, wie Brennen, Jucken und Fremdkörpergefühle für im Regelfall nicht mehr als 3 Tage
  • Schwankungen der Sehfähigkeit in den ersten Tagen nach dem Eingriff
  • Nachtsichtempfindlichkeit möglich (vor allem beim Eingriff mit Femto-Laser), die oft nach mehreren Wochen von selbst wieder weggeht, in manchen Fällen aber bestehen bleibt
  • Überkorrekturen sind sehr selten
  • Erfolgschancen sind hoch, genaue Zahlen können aber nicht angegeben werden, da die Methoden zu schnell wechseln. Bestehende Studien, die Erfolge (gewünschte Korrektur +/- 1 dpt) zwischen ca. 80% bis über 95% erkennen, beziehen sich damit meist auf ältere Methoden

Nachsorge nach einem Lasik-Eingriff

  • Alles vermeiden, was die Augen belasten könnte (reiben, Sonne, Wasser, usw.), für ca. 2 Wochen
  • Direkt nach dem Eingriff die Augen geschlossen halten
  • Autofahren, angestrengtes Arbeiten am Computer, längeres Lesen usw. vermeiden für einige Tage nach dem Eingriff
  • Augentropfen nehmen, um einer Entzündung vorzubeugen
Vorteile von LASIK
  • Etabliertes Verfahren
  • Große Einsatzbreite von -10 dpt bis +4 dpt
  • Zahlreiche Weiterentwicklungen, wie die Femto-Lasik oder die Supracor-Lasik
  • Kaum mit Schmerzen verbunden
Alternative Überlegungen zu LASIK
  • Bei geringer Fehlsichtigkeit genügt evtl. ein Lasek-Eingriff
  • Das tiefere Schneiden in die Hornhaut erhöht das Risiko
  • Andere Alternativen zu LASIK sind Intraokularlinsen

Planung des Lasik-Eingriffs

Vor dem Eingriff sollten einige grundsätzliche Fragen geklärt werden. Dies sollte in einem Termin vor dem Eingriff geschehen.

Grundsätzlich ist das Vorliegen von Augenkrankheiten zu prüfen. Bei Vorliegen z.B. eines Keratokonus (angeborene Wandschwäche der Hornhaut) kann Lasik nicht angewendet werden.

Danach ist der Grad der Fehlsichtigkeit zu bestimmen. Jede geringer dieser Grad ist, umso mehr können andere Methoden wie z.B. die Lasek-Methode angewendet werden. Kommt die Fehlsichtigkeit an die Grenzen, bis zu denen Lasik eingesetzt werden sollte, sind andere Methoden zu überlegen (wie das Einsetzen einer implantierten Kontaktlinse, IOL) oder von einer Korrektur ganz abzuraten.

Zudem ist die Dicke der Hornhaut zu prüfen. Diese muss mindestens 500 µm betragen, um den für Lasik notwendigen Schnitt von ca. 140 µm Tiefe durchführen zu können ohne die Stabilität des Auges zu gefährden. Die Dicke der Hornhaut wird problemlos mittels Ultraschall-Pachymeter bestimmt.

Augen lasern mit Lasik

Zusammen mit dem Tätigkeitsprofil des Patienten muss dann mit dem Arzt die Methode der Wahl abgestimmt werden. Je höher die Gefahr von Augenverletzungen oder physischem Druck auf die Augen ist, um so weniger ist Lasik als Augenlaser-Methode geeignet, da der Flap (der Schnitt in die Hornhaut) das Auge in Extremsituationen instabil macht.

Sodann ist zu klären, ob in einem Lasik-Eingriff beide Augen simultan gemacht werden sollen. Selbst wenn man sich für eine quasi simultanen Eingriff entscheidet, sollte man ein Tag Abstand zwischen den beiden Eingriffen lassen. Grundsätzlich gilt: Je näher der Eingriff an den verschiedenen Grenzen liegt (Fehlsichtigkeit, Hornhautdicke) oder sonstige besondere Risiken bestehen und je vorsichtiger man veranlagt ist, umso mehr spricht für eine deutliche zeitliche Trennung des Augenlasern pro Auge. Dagegen spricht die Notwendigkeit, sich Sehhilfen für eine Zwischenzeit besorgen zu müssen, wenn das eine Auge gemacht wurde, dass andere aber noch im alten Sehzustand ist. Wenn Sie beide Augen nicht direkt nacheinander machen lassen wollen, empfiehlt sich ein Abstand von mindestens 4 Wochen zwischen beiden Eingriffen – mindestens jedoch solange, dass Sie keine Nachwirkungen mehr vom ersten Eingriff haben und dessen Erfolg besser einschätzen können.

Erstberatung der Augenlaser-Kliniken wurde detailliert getestet

DtGV Testsieger AugenlasernVon unserem Partner DtGV wurden die größten Augenkliniken mit mehreren Standorten bereits mehrfach getestet. Bei jedem Anbieter wurden acht Besuche von geschulten und fehlsichtigen Testern unternommen. Ziel war es, die vorbereitenden Schritte für das Augenlasern zu testen. Im Vordergrund stand das Abklären der Ziele und Wünsche, die Anamnese und Untersuchung der Patienten und auch die Beratung und Aufklärung zu Möglichkeiten und Risiken.

Nebenbei wurde auch auf allgemeine Themen wie Sauberkeit und Freundlichkeit geachtet, die von einem guten Anbieter zu erwarten sind.

Die Tests fanden an acht verschiedenen Standorten statt, wobei je Testbesuch fast 50 Kriterien erhoben wurden. Jeder Testbesuch dauerte dabei meist über eine Stunde, in der die Vorgeschichte und die medizinische Ausgangslage der Tester erfasst wurden.

Alle getesteten Anbieter erzielten die Note „gut“ im Test und zeigten sich insgesamt vertrauenswürdig und seriös. Jeder Anbieter setzt grundsätzlich auf andere Spezialformen des Lasik-Eingriffs wie die Femto-Lasik, die Keratom-Lasik und die SMILE-Methode. In Einzelfällen könnten die Untersuchungen intensiver ausfallen und die Beratung – auch betreffend Risiken und Notwendigkeit – kundenfreundlicher erfolgen. Teilweise war der Druck zum „Abschluss“ oder die „Sorge“, Patienten mit zu vielen Informationen zu verunsichern, zu spüren. Hier haben die Anbieter noch Potential zur Verbesserung.

Der Eingriff beim Augenlasern mit Lasik

Als Vorbereitung auf den Eingriff beachten Sie folgende risikoreduzierende Maßnahmen für das Augenlasern:

  • Schminken Sie sich nicht am Tag des Eingriffs; legen Sie auch kein Parfum oder Eau de Toilette auf
  • Tragen Sie keine Kontaktlinsen für mindestens 2 Wochen vor dem Eingriff. Kontaktlinsen verändern die Form des Auges
  • Nehmen Sie sich ein paar Tage Urlaub, um nach dem Eingriff ausspannen zu können. Sie können nach dem Eingriff nur eingeschränkt am Straßenverkehr teilnehmen und sonstige, für die Augen intensive Tätigkeiten durchführen (z.B. Maschinenführung)

Zu Beginn des Eingriffs erhält der Patient Betäubungstropfen ins Auge. Zusätzlich kann nach Bedarf eine Beruhigungstablette gereicht werden. Die Augenlider werden mit einem Lidhalter fixiert und geöffnet. Das Auge selbst wird mit einem Saugring fixiert.

Der eigentliche Eingriff startet mit dem Flap. Dazu wird der obere Teil der Hornhaut sowie das Epithel an einer Stelle zurückgeklappt. Um dies zu erreichen, gibt es zwei Methoden:

  • Per Mikrokeratom (Hornhauthobel; auch Keratom-LASIK genannt)
  • Per Femtosekunden-Laser (sogenannte Femto-LASIK)

Beim Mikrokeratom handelt es sich um ein Präzisionsmesser, welches vom Operationsmikroskop automatisch gesteuert wird. Entgegen manchen Informationen ist es hier nicht der Chirurg, der das Messer direkt steuert. Der Femtosekunden-Laser setzt in einer vorher berechneten Tiefe der Hornhaut kurze Impulse und trennt dort die Hornhaut ab. In beiden Fällen wird die Hornhaut teilweise abgetrennt, es entsteht ein Schnitt von ca. 140 µm Tiefe.

Um die Korrektur der Sehfähigkeit vornehmen zu können, wird nun die Hornhaut inklusive Epithel zur Seite geklappt und die darunter liegenden Schichten werden für den Eingriff freigelegt.

Excimer-Laser beim Augenlasern

Mittels Excimer-Laser (Kaltlichtlaser, der besonders schonend ist) wird nun die mittlere, sehr dicke Hornhautschicht („Stroma“ genannt) abgeschliffen, d.h. abgelasert. In welchem Umfang die Augen zu lasern sind, bestimmt sich aus dem Grad der Fehlsichtigkeit. Je größer diese ist, umso mehr muss „moduliert“ werden. Die vorherige Messung der Hornhautdicke verhindert hierbei ein zu tiefes Abtragen der Hornhaut. Das Abschleifen dauert in etwa eine Minute.

Um Kurzsichtigkeit zu korrigieren, wird die Hornhaut im Zentrum abgeflacht, um Weitsichtigkeit zu korrigieren, wie die Hornhaut in einem Ring um das Zentrum herum abgeflacht.

Nach dem Lasern des Auges wird der Flap wieder zurückgeklappt. Die zurück geklappte Hornhaut saugt sich selbst fest, es bedarf also keiner weiteren Maßnahmen. Allerdings wächst die Hornhaut nicht wieder zusammen, was eine gewisse Instabilität gerade bei großem physischem Druck bedeutet. Nur das Epithel, also das Deckhäutchen der Hornhaut, wächst innerhalb weniger Wochen wieder komplett zusammen.

Nachsorge nach dem Augenlasern

Nach der Lasik-OP sollten Sie sich von einer Begleitperson nach Hause bringen lassen. Sie sind nicht verkehrstüchtig. Außerdem sollten Sie folgende weitere Verhaltensregeln beachten, um den Behandlungserfolg zu sichern:

  • Nach dem Eingriff sollten Sie für sechs Stunden die Augen geschlossen halten
  • Nach dem Eingriff schützt der Arzt die Wunde evtl. mit einer therapeutischen Kontaktlinse, die Sie einige Tage tragen müssen
  • Reiben Sie sich nicht in den Augen
  • Vermeiden Sie Wasser im operierten Auge, ca. 1 Woche lang; achten Sie besonders beim Waschen darauf, nicht die üblichen Rituale durchzuführen
  • Nicht schminken um die Augen herum, um einem Hereinlaufen der Schminke vorzubeugen, ca. 1 Woche
  • Nicht ohne Sonnenbrille in die Sonne gehen, ca. 1 Woche
  • Keine besonderen körperlichen Anstrengungen unternehmen, ca. 1 Woche
  • Nicht in die Sauna gehen, ca. 2 Wochen
  • Verzichten Sie für einige Tage (3 bis 5) auf für das Auge anstrengende Tätigkeiten wie Autofahren, Lesen
  • Nach der Operation sollten Sie für einige Tage antibiotische und entzündungshemmende Tropfen einträufeln

Ihr Arzt wird mit Ihnen weitere Termine zur Nachsorge nach dem Lasern der Augen vereinbaren, um den Heilungsverlauf und den Behandlungserfolg zu beurteilen und mögliche steuernde Maßnahmen einzuleiten. Treten Probleme auf, wie z.B. Schmerzen oder starke Sehveränderungen, kontaktieren Sie Ihren Arzt. Gleiches gilt für bestehende Lichtempfindlichkeit sechs Wochen nach dem Eingriff, die besonders beim Augenlasern mit dem Femto-Laser auftreten kann.

Augenlasern: Risiko und Nebenwirkungen

Nach dem Eingriff können normale postoperative Beschwerden auftreten, z.B. Fremdkörpergefühle, allgemeine Schmerzen in Form von Drücken oder Brennen. Diese gehen im Regelfall nach einigen Tagen (ca. 3 Tage) weg; in seltenen Fällen kann dies auch länger dauern. Augentropfen lindern die Schmerzen.

Mit Sehschwankungen in den ersten Tagen nach dem Augenlasern ist zu rechnen. Diese können auch länger anhalten, was jedoch die Ausnahme ist. Zugleich tritt oft eine Einschränkung des Dämmerungs- und Nachtsehens ein, in Form von Halogen (Lichthöfen) und Glaren (Glanzeffekten). Diese bilden sich meist von selbst zurück.

Erläuterung AugeZwar wird im Gegensatz zur PRK- und der Lasek-Methode das Epithel beim Lasik-Eingriff weitgehend in Ruhe gelassen, was vor allem zu geringeren Schmerzen nach dem Lasern der Augen führt. Jedoch wächst der bei der Lasik-Methode durchgeführte Schnitt in die Hornhaut (im Bild die „Cornea“), auch Flap genannt, nur sehr langsam wieder zu. Der Flap saugt sich von selbst fest. Auch nach mehreren Jahren kann der Flap an der gleichen Stelle problemlos abgehoben werden. Damit ergibt sich eine grundsätzlich geringe aber doch vorhandene Instabilität im Auge. Diese kann besonders bei Unfällen, wie z.B. Autounfällen mit Airbag-Auslösung oder Sportverletzungen, zu Problemen führen. Meistens können dann spezialisierte Augenärzte Abhilfe schaffen. Ein weiteres Problem kann das Hineinwachsen des Epithels in den Flapspalt sein. Diese Komplikation ist jedoch leicht behandelbar.

Die Anwendung der Instrumente selbst (Femto-Laser, Mikrokeratom, Excimer-Laser) birgt kaum Risiken. Eine Überkorrektur ist höchst selten. Mögliche Komplikationen können durch eine nochmalige Behandlung reduziert werden.

Allergische Reaktionen während und nach dem Augenlasern sind sehr selten. Juckreiz, Rötungen und Hautausschlag sind unangenehm, klingen aber oft von selbst wieder ab. Stärkere allergische Reaktionen (z.B. auf Herz-Kreislauf) fordern regelmäßig ein sofortiges Handeln.

Entzündungen nach dem Augen lasern sind selten. In den meisten Fällen beruhen sie auf einer Abwehrreaktion des Körpers und Führen zu einer Entzündung der Hornhaut. Diese Entzündung ist schmerzlos und in der Regel gut mit einer Tropftherapie zu behandeln, da es sich nicht um eine Infektion handelt. In sehr seltenen Fällen kommt es zu einer bakteriellen Infektion. Diese lässt sich nur durch eine erneute Operation mit Spülungen des Hornhautscheibchens behandeln.

Bei Menschen mit Gewebeschwäche in der Hornhaut kann es, in sehr seltenen Fällen, zu einer Vorwölbung der Hornhaut kommen. Dies wird auch Ektasie (ein Ausleiern der Hornhaut) genannt. Dann kann eine Hornhauttransplantation notwendig sein.

Darüber hinaus, aber auch in sehr seltenen Fällen, können Sehnerven beschädigt werden (z.B. durch den Saugring, der das Auge fixiert), kann es zu Netzhautblutungen oder Einblutungen im Auge kommen oder können sich Narben in der Hornhaut bilden. Dies hat oftmals nicht korrigierbare Sehverschlechterungen zur Folge. Im Extremfall droht der Verlust des Sehvermögens.

Leben ohne Brille nach dem Augenlasern

Die Erfolgschancen in Summe sind hoch. Regelmäßig liegt die Wahrscheinlichkeit, eine gute Korrektur (+/- 1 dpt vom Optimum entfernt) zu erzielen, bei 80% bis über 95%, je nach Alter der Studie.

Beachten Sie zudem folgende Langzeitauswirkung: Durch den Flap, also den Schnitt zur Freilegung der Eingriffsfläche, wird die Messung des Augeninnendrucks sowie die Linsenberechnung im Zusammenhang mit dem Grauen Star erschwert. Dies müssen Sie Ihrem behandelnden Arzt vorab mitteilen.

Lasik: Kosten

Die Kosten pro Auge fangen bei unter 1.000 Euro an und gehen hoch bis 2.000 Euro. Wenn man sich beide Augen machen lässt, evtl. gar in einem Eingriff, gibt es meist Rabatte.

Die gesetzlichen und die meisten privaten Kassen zahlen den Eingriff nicht und beteiligen sich nicht daran. Bei den privaten Krankenkassen lohnt sich die Nachfrage zur Kostenübernahme oder Beteiligung am immer.

Man kann sich für die Lasik-OP auch eine Finanzierung besorgen, wenn die finanziellen Mittel begrenzt sind.

Lasik-OP: Häufige Fragen

Soll ich mir beide Augen auf einmal lasern lassen?

Wenn Sie beide Augen auf einmal lasern lassen, gehen Sie größere Risiken ein, als wenn Sie getrennt vorgehen. Zwar sind viele der möglicherweise auftretenden Probleme des Augenlasern beherrschbar, aber eben nicht alle. Zudem sind die Belastungen nach dem Eingriff, wenn auf beiden Augen gefühlt, deutlich unangenehmer. Für einen gleichzeitigen Eingriff kann mangelnde Zeit oder das als belastend empfundene Leben mit zwei stark unterschiedlich sehfähigen Augen zwischen den beiden Eingriffen sprechen. Manchmal gibt es auch einen Preisnachlass für simultan ausgeführte Behandlungen.

Ist die Lasik-Methode besser geeignet als die Lasek-Methode?

Hier gibt es kein grundsätzliches „besser“ oder „schlechter“ bei der Wahl der beiden Methoden des Augenlaserns. Lasek ist ein weniger schwerwiegender Eingriff, obwohl er schmerzlicher gefühlt wird. Die Methode ist aber, im Gegensatz zur Lasik-Methode, nicht für größere Sehfehler geeignet. Die Lasek-Methode muss genutzt werden, wenn die Hornhaut bereits sehr dünn ist.

Wie hoch sind die Erfolgsaussichten bei der Lasik-Methode?

Regelmäßig liegt die Wahrscheinlichkeit, eine gute Korrektur (+/- 1 dpt vom Optimum entfernt) zu erzielen, bei 80% bis über 95%. Da die Methode und die verwendeten Apparate immer ausgefeilter werden, steigen diese Erfolgsquoten immer weiter an.

Comments (1)

  • Anonymous Januar 4, 2019

    Guter Artikel mit guter Übersicht zum Eingriff. Aber was ist mit den ganzen anderen Augerlaser Kliniken?

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