Brustvergrößerung

Die Brustvergrößerung ist einer der häufigsten ästhetisch-chirurgischen Eingriffe. Es gibt zahlreiche Varianten der Durchführung der Brust-OP und man hat die Wahl zwischen Silikon-Implantaten und solchen mit Kochsalzfüllung. Die Kosten einer Brustvergrößerung belaufen sich auf ab 4.000 Euro.

Die Form und die Größe der weiblichen Brust tragen stark zum Wohlbefinden bei Frauen bei. Neben einem „unangenehmen“ Gefühl kann die Nicht-Zufriedenheit auch zu psychischen Problemen führen. Eine Brustvergrößerung kann das Mittel der Wahl sein. Diese Brust OP wird in Deutschland auch ca. 20.000 Mal pro Jahr durchgeführt.

Operationen an der weiblichen Brust gehören zu den am häufigsten durchgeführten Eingriffen der Schönheitschirurgie. Oftmals empfinden Frauen die Größe ihrer Brüste als nicht ausreichend und wenden sich mit dem Wunsch einer Brustvergrößerung an den Schönheitschirurgen.

Dekollete mit schönen Brüsten

Tatsächlich gibt es keine natürlichen Mittel, um die Brust dauerhaft zu vergrößern. Insofern sind chirurgische Eingriffe das Mittel der Wahl. Wie bei jedem Eingriff, besteht jedoch auch bei der Brustvergrößerung ein operatives Risiko.

Die Brustvergrößerung im Überblick

Brust-OPs zur Vergrößerung der Brüste haben sich mittlerweile etabliert. Allerdings sind Brustvergrößerungen weiterhin alles andere als Routine. Sie gehören zu den komplexesten Eingriffen der ästhetisch-plastische Chirurgie. Nachfolgend haben wir die wichtigsten Fakten in Kürze dargestellt:

Wirkung

  • Haltbarkeit: Dauerhaft, evtl. Austausch des Implantats nach 10-15 Jahren
  • Wirkung: Sofort sichtbar
  • Gesellschaftsfähig: Nach ca. 1-2 Wochen
  • Je nach Operationstechnik, normalerweise wenig sichtbar

Eingriff

  • Dauer: 1-2 Stunden
  • Betäubung: Vollnarkose
  • Klinikaufenthalt: 1 Nacht bis 3 Tage
  • Schmerzen: Mittel bis schwer

Risiken

  • Allgemeine Operationsrisiken: Wundheilungsstörung, Wundinfektion, Nachblutung
  • Asymmetrie der Brüste
  • Störung der Gefühlsempfindung in der Brustwarze und Brust
  • Stillunfähigkeit nach dem Eingriff
  • Verlust von Brustgewebe oder der ganzen Brust

Nachsorge

  • Tragen eines Spezial-BHs, der die Brust stützt und schützt für ca. 6 Wochen
  • Kein Sport während der ersten sechs bis acht Wochen nach dem Eingriff
  • Kein Sonnenbad während der ersten sechs bis acht Wochen nach dem Eingriff
  • Kein Saunabesuch während der ersten sechs bis acht Wochen nach dem Eingriff

Kosten

  • Ab 4.000 Euro bis ca. 8.000 Euro für beide Brüste

Planungsphase der Brustvergrößerung

In vielen Fällen erhoffen sich die Patientinnen durch eine Brustvergrößerung mehr Lebensqualität, mehr Zufriedenheit sowie eine Verbesserung der Partnerschaft. Es muss jedoch klar sein, dass eine Brustvergrößerung kein Allheilmittel für private Probleme ist und wie jeder andere medizinische Eingriff z.T. erhebliche Risiken birgt. Ausschließlich die Patientin alleine sollte die Entscheidung über einen solchen Eingriff treffen, Wunschvorstellungen des Partners dürfen dabei keine Rolle spielen.

Zufriedenheit mit sich selbst ist wichtig

Je nach verwendeter Operationstechnik, besteht z.T. ein ernst zu nehmendes Risiko nach dem Eingriff, die Stillfähigkeit an der operierten Brust zu verlieren. Bedenken sie dies im Rahmen Ihrer Familienplanung und fragen Sie bei den ärztlichen Beratungsgesprächen gezielt nach dieser Komplikation.

Brustimplantate, insbesondere solche aus Silikon, sind röntgendicht. Konkret bedeutet dies, dass die Röntgendiagnostik von Herz, Lunge, und v.a. die Krebsvorsorge durch eine Mammographie dadurch z.T. massiv eingeschränkt wird. Auch wenn sie im Moment keinerlei Beschwerden in diesem Bereich haben, sollten Sie dies bedenken. Dann müssen ggfs, andere Methoden wie Ultraschall oder ein MRT genutzt werden.

Ein äußerst wichtiger Punkt bei der Planung einer Brustvergrößerung ist die Wahl des richtigen Implantats. Lassen Sie sich keine neuartigen, oftmals nicht ausreichend erprobten „Hightech-Implantate“ aufschwatzen. Oftmals werden solche neuen Implantatarten, z.B. gefüllt mit Hydrogel oder Sojaöl, als neue Wunderimplantate angepriesen.

Brustimplantat für die Brustvergrößerung

Grundsätzlich lassen sich die einzelnen Implantat-Arten nach ihrem Inhalt sowie nach der Art ihrer Hülle unterscheiden:

Mittlerweile haben sich als Brustimplantate entweder Silikon oder eine Kochsalzlösung durchgesetzt. Der Vorteil von Silikon als Implantat ist, dass es relativ natürlich wirkt und die Form am stabilsten bewahrt. Die früher oftmals angeführte Gefahr einer Schädigung der Patientin durch aus dem Implantat ausgelaufenes Silikon hat sich mittlerweile durch die Verwendung von dickflüssigem Silikon-Kohäsivgel praktisch erübrigt. Ein vollständiger Schutz vor der Diffusion von kleinsten Silikon-Tröpfchen ist dennoch nicht gegeben. Eine schädigende Wirkung dieser geringen Mengen konnte jedoch bisher durch Studien nicht belegt werden.

Ein schönes Dekollete ist das Ziel der Brust-OP
Eine möglichst natürliche Erscheinung ist das Ziel der Brustvergrößerung

Alternativ zum Silikon-Implantat können mit Kochsalzlösung gefüllte Implantate verwendet werden. Vorteil dieser Implantate ist das im Vergleich zu Silikon ungefährliche Füllmaterial, welches vom Körper normal aufgenommen werden würde – sollte es auslaufen. Kochsalz-gefüllte Implantate fühlen sich jedoch im Gegensatz zu Silikon-Implantaten weniger natürlich an. Manchmal bildet das Implantat Falten und Dellen und erzeugt bei Bewegungen ein gluckerndes Geräusch. Zudem verlieren die Implantate aus Kochsalzlösung schneller das Volumen.

Die Hülle der Brustimplantate ist immer aus Silikon, welches sich im Laufe der Zeit in allen medizinischen Bereichen als besonders gut verträglich herausgestellt hat.

Option
Beschreibung
Implantat
Zur Wahl stehen vor allem Silikon und Kochsalz als Füllmittel, während die Hülle des Brustimplantats immer aus Silikon ist. Silikon ist formbeständiger und fühlt sich natürlicher an, Kochsalz ist ein natürlicheres Material

Schnitt
Am meisten angewendet wird der Schnitt in der Brustumschlagfalte (inframammär). Bei kleineren Brustvergrößerung kann der Schnitt auch in der Achselhöhle (transaxillär) vorgenommen werden. Es gibt dann keine Narben im Umfeld der Brust. Daneben gibt es noch den Schnitt im Bereich des Brustwarzenhofs (infraareolär, transareolär).

Platzierung des Implantats
Das Brustimplantat kann vor dem Brustmuskel (subglandulär) oder hinter dem Brustmuskel (submuskulär oder subpektoral) eingeführt werden. Die Platzierung vor dem Brustmuskel ist einfacher, es bedarf aber auch ohne die Brustvergrößerung ausreichend Volumen in der Brust, um das Implantat zu verdecken. Die Platzierung hinter dem Brustmuskel im komplizierter, aber gerade bei schlanken Frauen der präferierte Ort.

Wird das Brustimplantat vor dem Brustmuskel eingesetzt, erschwert es später die Vorsorgeuntersuchungen, wenn das Implantat aus Silikon aus.

Ablauf einer Brustvergrößerung

Sie können selbst zu einem optimalen Ergebnis beitragen, indem Sie sich gut auf die Brust-OP vorbereiten. Stärken Sie Ihr Immunsystem indem Sie ausreichend schlafen, sich viel an der frischen Luft bewegen und sich gesund ernähren. Duschen Sie ihre Haut täglich kalt ab und pflegen Sie besonders das spätere Operationsgebiet, z.B. mit einem Massagehandschuh.

Als Vorbereitung auf die Operation und um den Behandlungserfolg zu sichern, sollten folgende Grundregeln beachtet werden:

  • Nikotin: Rauchen Sie ab ca. 2 Wochen vor der Operation nicht mehr. Nikotin führt zu einer peripheren Gefäßverengung und damit einer Minderung der Durchblutung, was zu Wundheilungsstörungen führen kann.
  • Keine Sonnenbäder, Solariumsbesuche oder exzessive Saunabesuche: Stellen Sie sicher, dass die Brusthaut nicht gereizt ist.
  • Medikamente: Vermeiden Sie Medikamente, die Einfluss auf die Gerinnungsfunktion des Blutes nehmen. Dabei handelt es sich vor allem um Schmerzmittel. Fragen Sie Ihren betreuenden Arzt oder Hausarzt. Er teilt Ihnen mit, welche Medikamente Sie bis zur Operation weiterhin einnehmen dürfen.

Die Operation erfolgt unter Vollnarkose, welche durch einen Narkosearzt (Anästhesisten) ständig überwacht wird. Er ist während der gesamten Operation anwesend und überwacht die Vitalfunktionen des Patienten.

Die Technik der Brust-OP hängt vom KörperbauDas Einsetzen der Implantate kann über verschiedene Varianten geschehen. Wie die Implantate eingesetzt, positioniert und welche Schnitttechnik gewählt wird, hängt von der Anatomie der Frau und der Art des eingesetzten Implantats ab. Sie muss individuell auf die Brustbeschaffenheit der Patientin abgestimmt werden.

Für die Führung des Schnitts bieten sich mehrere Optionen an, jede mit ihren eigenen Vor- und Nachteilen:

Schnitt in der Brustumschlagfalte (inframammär)

Diese Schnittvariante wird bei der Brustvergrößerung am häufigsten angewendet. Vorteil ist die gute Übersicht für den Chirurgen während der Brust-OP. Dadurch können das Implantat gut platziert und Blutungen leicht gestillt werden. Da das Drüsengewebe bei dieser Schnitttechnik geschont wird, ist die Stillfähigkeit nach der OP i.d.R. nicht beeinträchtigt. Bei sauberer Schnittführung wird die Narbe in der Brustumschlagsfalte verborgen und ist somit fast nicht sichtbar.

Schnitt im Bereich des Brustwarzenhofs (infraareolär, transareolär):

Hierbei verläuft der Schnitt rund um den unteren Rand des Warzenhofs bzw. quer durch den Warzenhof. Durch diesen relativ kleinen Zugangsweg können Silikon-Implantate bis etwa 350cm³ eingebracht werden. Beim Einbringen von mit Kochsalzlösung gefüllten Implantaten wird zunächst lediglich die leere Hülle eingesetzt und diese anschließend aufgefüllt. Auch bei dieser Schnittführung hat der Operateur einen relativ guten Überblick über das Operationsgebiet. Die große Gefahr bei dieser Variante der Schnittführung besteht allerdings im Verletzen von sensiblen Nerven im Bereich der Brustwarze sowie von Drüsengewebe und Milchgängen. Dies kann zu Gefühlsminderung in diesem Bereich sowie zur Stillunfähigkeit führen. Die Narben sind normalerweise sehr klein und kaum sichtbar.

Schnitt in der Achselhöhle (transaxillär):

Der drei bis fünf Zentimeter lange Schnitt verläuft in der Achselhöhle. Da der Schnitt verhältnismäßig klein ist und das Implantat relativ weit vorgeschoben werden muss, können durch diesen Zugangsweg nur kleine Implantate eingesetzt werden. Oftmals werden deshalb bei transaxillärem Zugang Kochsalzimplantate eingesetzt, die erst befüllt werden, nachdem sie in die Brust vorgeschoben wurden. Beim Einführen wird gelegentlich auch ein Endoskop (eine Art Minikamera) eingesetzt. Die Schmerzen nach einem Angriff über die Achselhöhle werden oft als sehr stark angegeben. Für den Operateur ist es sehr schwierig das Operationsgebiet einzusehen, weshalb er bei evtl. auftretenden Komplikationen wie z.B. Blutungen erschwerte Bedingungen vorfindet. Vorteil dieser Methode ist, dass das Drüsengewebe unverletzt bleibt und anschließend im Brustbereich keinerlei Narben zu sehen sind. Lediglich wenn die Patientin die Arme hebt, sind die Schnitte in der Achsel zu sehen.

Egal welche der oben genannten Schnitttechniken gewählt wird, um das Implantat zu positionieren muss der Chirurg einen Hohlraum schaffen, in den er das Implantat einbringen kann. Dies kann entweder zwischen Brustmuskel und Haut (subglandulär) oder unter dem Brustmuskel (submuskulär oder subpektoral) geschehen.

Lage zwischen Brustmuskel und Haut (subglandulär)

Die Positionierung des Implantats vor dem Brustmuskel verursacht weniger Schmerzen und führt zu einem natürlicheren Ergebnis als die Platzierung hinter dem Brustmuskel. Voraussetzung ist jedoch, dass genügend eigenes Brustgewebe vorhanden ist, da das Implantat sonst evtl. von außen sichtbar wird. Ein Nachteil besteht darin, dass spätere Mammographien (Röntgenuntersuchungen zur Brustkrebsvorsorge) durch eine Positionierung vor dem Muskel in stärkerem Maße als bei der Platzierung hinter dem Muskel behindert werden. Auch die Gefahr einer Kapselfibrose (siehe Risiken) ist bei dieser Variante höher.

Lage unter dem Brustmuskel (submuskulär oder subpektoral)

Da für die Platzierung unter dem Muskel dieser zunächst durchschnitten und anschließend gedehnt werden muss, kommt es in der ersten Zeit nach dem Eingriff zu stärkeren Schmerzen. Die Operation dauert etwas länger als bei der Platzierung vor dem Brustmuskel. Diese Variante findet vor allem bei sehr schlanken Frauen mit kleinen Brüsten Anwendung. Vorteil dieser Methode ist, dass spätere Mammographien weniger stark behindert werden und die Gefahr einer Kapselfibrose (siehe Risiken) niedriger ist.

Zum Abschluss der Operation legt der Chirurg einen Plastikschlauch (Drainage) ein. der ein Abfließen von Wundsekreten ermöglicht. Anschließend vernäht er die Wunde.

Sorgfältige Nachsorge

Nach der Operation kann es zu starken Schmerzen in der Brust kommen, besonders wenn das Implantat unter dem Brustmuskel platziert wurde, da sich der Brustmuskel an die neue Situation anpassen und sich entsprechend dehnen muss.

Die Patientin bleibt für mindestens die erste Nacht im Krankenhaus, wo sie entsprechend mit Schmerzmitteln versorgt werden kann. Unmittelbar nach der Operation wird ein Kompressenverband sowie ein spezieller Stütz-BH angelegt, der die Brust stützen und schützen soll. Dieser sollte mindestens sechs Wochen lang Tag und Nacht getragen werden sollte.

Befolgen Sie zudem folgende Anweisungen, um ein optimales Behandlungsergebnis zu erzielen:

  • Nehmen Sie sich nach dem Eingriff ausreichend Zeit, um sich von der Operation zu erholen. Planen Sie zwei bis drei Wochen ein.
  • Kein Sport während der ersten sechs bis acht Wochen nach dem Eingriff
  • Kein Sonnenbad, Solariumsbesuch während der ersten sechs bis acht Wochen nach dem Eingriff
  • Kein Saunabesuch während der ersten sechs bis acht Wochen nach dem Eingriff!

Die Drainagen können nach einigen Tagen, die Hautfäden acht bis vierzehn Tage nach der Operation entfernt werden. Nehmen Sie die mit Ihrem Arzt vereinbarten Termine zur Nachsorge unbedingt wahr.

Pflege und Selbstzufriedenheit ist wichtig

Insgesamt gilt es, auch nach der Brustvergrößerung das eigene Dekollete und die Haut zu pflegen, damit die Wirkung möglicht lange vorhält.

Risiken der Brustvergrößerung

Wie jede Operation birgt auch die Brustvergrößerung (Mammaaugmentationsplastik), die zu den aufwändigeren Schönheitsoperationen zählt, einige Risiken. Neben den allgemeinen Operationsrisiken wie Wundheilungsstörung, Wundinfektion und Nachblutung, sowie den Risiken die eine Vollnarkose mit sich bringt, bestehen speziell bei der Brustvergrößerung einige spezielle Risiken.

Eine wichtige Komplikation nach dem Einsetzen von Brustimplantaten ist die sogenannte Kapselfibrose. Da es sich bei dem Implantat um körperfremdes Material handelt, wird dieses vom Körper mit Bindegewebe eingekapselt, was jedoch im Normalfall auf eine dünne Bindegewebsschicht begrenzt bleibt. Manchmal kommt es jedoch zu einem Überschießen dieser Einkapselungs-Reaktion und es kann sich eine derbe Bindegewebshülle rund um das Implantat bilden, die in Einzelfällen hart wie ein Ball werden kann. Eine solche Kapselfibrose kann in einigen Fällen durch einen chirurgischen Eingriff beseitigt werden, oft muss jedoch das gesamte Implantat wieder entfernt werden.

Wie häufig es nach Einsetzen von Brustimplantaten zu solch einer Kapselfibrose kommt kann nicht mit Sicherheit gesagt werden. Implantate mit glatter Oberfläche sowie die Positionierung des Implantats zwischen Brustmuskel und Haut scheinen ein erhöhtes Risiko zur Ausbildung einer Kapselfibrose zu folgern.

Je nach Schnitttechnik kann es nach der Operation zu Gefühlsstörungen im Bereich der Brustwarze sowie zu Verletzung des Drüsengewebes und der Milchgänge mit anschließender Stillunfähigkeit kommen.

Die früher oftmals angeführte Gefahr einer Schädigung der Patientin durch aus dem Implantat ausgelaufenes Silikon hat sich mittlerweile durch die Verwendung von dickflüssigem Silikon-Kohäsivgel praktisch erübrigt. Ein vollständiger Schutz vor der Diffusion von kleinsten Silikon-Tröpfchen ist dennoch nicht gegeben. Eine schädigende Wirkung dieser geringen Mengen konnte jedoch bisher durch Studien nicht belegt werden. Hinsichtlich des Materials sind Implantate basierend auf Kochsalzlösungen unproblematisch.

Die Diagnostik bei der Brustkrebsfrühdiagnostik ist durch Brustimplantate beeinträchtigt. Dies ist v.a. bei Lage der Brustimplantate zwischen Brustmuskel und Haut der Fall.

Arztwahl

 Brust OPs gehören mittlerweile zu den am häufigsten durchgeführten Eingriffe in der Schönheitschirurgie. Das Angebot an Ärzten, die eine solche Operation durchführen ist groß, wodurch man schnell den Überblick verliert. Achten sie bei der Wahl Ihres Arztes unbedingt darauf, dass der Arzt regelmäßig Brustvergrößerungen durchführt, also bereits Erfahrung gesammelt hat. Lassen Sie sich nicht nur von einem Arzt beraten, sondern holen Sie sich auf jeden Fall eine zweite Meinung ein.

Gute Arztwahl ist wichtig

Grundsätzlich kommen für diesen Eingriff in Frage:

  • Fachärzte für Ästhetische und Plastische Chirurgie
  • Fachärzte für Gynäkologie

Achten Sie dabei darauf, dass Begriffe wie Schönheitschirurg, ästhetischer Chirurg oder kosmetischer Chirurg keine geschützten Begriffe sind.

Vorsicht sollten sie bei Billig-Angeboten walten lassen. Oftmals wird hierbei am Material, also v.a. an den Implantaten gespart. Lassen sie sich den Implantatpass oder Beipackzettel zeigen und achten sie auf das CE-Prüfzeichen.

Brustvergrößerung Kosten

Die Kosten für eine Brustvergrößerung betragen ab ca. 4.000 Euro bis 8.000 Euro für beide Brüste. Im Ausland kann man die Brust-OP oftmals preiswerter bekommen, muss sich aber unbedingt hinsichtlich der Qualität der Operateure sicher sein.

Die Kosten für eine Brustvergrößerung werden nicht von der Krankenkasse übernommen. Medizinisch indizierte Gründe für diesen Eingriff sind nicht bekannt, für eine Brustverkleinerung dagegen schon.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

 Wie lange hält das Ergebnis der Brustvergrößerung?

Die derzeitig verwendeten Implantate haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von ca. 10 Jahren. Lassen Sie die Lage des Implantats regelmäßig von Ihrem Arzt kontrollieren. Bei einseitiger Vergrößerung kann es durch die natürliche Veränderung des Brustgewebes im Laufe der Jahre zu Asymmetrien kommen.

In welchem Alter ist eine Brustvergrößerung durchzuführen?

Eine Brustvergrößerung sollte grundsätzlich erst nach dem Erreichen der Volljährigkeit durchgeführt werden. Auch das Risiko der Verletzung der Brustdrüse mit dadurch verursachter Stillunfähigkeit sollte in die Planung miteinbezogen werden.

Im Idealfall lassen Sie sich die Brüste also erst vergrößern, wenn Sie die Familienplanung abgeschlossen haben.

Sind nach dem Eingriff Narben zu sehen?

Je nach verwendeter Schnitttechnik sind mehr oder weniger Narben sichtbar (siehe unter Eingriff). Bei sauberer Schnittführung sind jedoch in jedem Fall nur wenig Narben sichtbar.

Werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen?

Da es sich bei der Brustvergrößerung um einen rein kosmetischen Eingriff handelt, werden die Kosten nicht übernommen.

Welche Brustimplantate sind am besten: Silikon oder Kochsalzlösung?

Eine pauschale Antwort auf die Frage ist nicht möglich. Silikon-Implantate wirken natürlicher, haben aber sicher einen etwas gefährlicheren Füllstoff. Dieser gelangt allerdings kaum in die Brust und Studien haben dazu bisher keine negativen Einflüsse aufgezeigt.

Bei Brustimplantaten aus Kochsalz weiß man, dass der Füllstoff unkritisch ist. Allerdings halten diese Brustimplantate die Form nicht so gut und können mit der Zeit die Fülle und Form auch verlieren.

Wird die Früherkennung von Brustkrebs durch ein Implantat beeinträchtigt?

Brustimplantate, v.a. aus Silikon, sind röntgendicht. Die Früherkennung von Brustkrebs mittels Mammographie wird hierdurch beeinträchtigt. V.a. bei der Lage des Implantats zwischen Brustmuskel und Haut (subglandulär) wird die Diagnostik behindert.

In dem Fall muss evtl. zusätzlich mit Ultraschall oder einem MRT gearbeitet werden, was ggfs. höhere Kosten der Vorsorge verursachen kann.

Comments (1)

  • Neeltje Forkenbrock Februar 28, 2019

    Interessant zu lesen, welche unterschiedlichen Arten von Implantaten es gibt. Meine Cousine hat sich auch Implantate einsetzten lassen. Sie sagt, sie hat keinerlei Beschwerden und es sei eine gute Entscheidung für sie gewesen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Rate