Einbruchschutz und entsprechende Sicherheitstechnik sind wichtige Aspekte bei der Einrichtung des eigenen Hauses oder der eigenen Wohnung. Die Gefahr ist real, aber die Schutzmaßnahmen wirkungsvoll: Das bayrische Landeskriminalamt veröffentlicht in seinen Sicherheitsreport regelmäßig Information darüber, welche Maßnahmen zum Einbruchschutz erfolgreich waren im Falle eines Einbruchsversuchs. Diese Angaben zeigen auf, dass Einbruchschutz und Sicherheitstechnik wirksam sind.

So waren von ca. 1.200 Einbruchsversuchen in Wohnungen fast 50% erfolglos, aufgrund wirksamer Maßnahmen zum Einbruchschutz. Dies zeigt, dass sich Maßnahmen der Sicherheitstechnik lohnen. Demnach scheitern ca. 600 Einbrecher am Schutz der Türen. Ein gutes Türschloss, gute Türbeschläge, Panzerriegel, Sicherheitstüren usw. helfen. Sie können diesen Türschutz nicht überwinden und geben auf. Die hohe Zahl ist natürlich auch daher erklärbar, dass in vielen Wohnungen in höheren Etagen nur die Tür als Möglichkeit zum Einbruch denkbar ist, da die Fenster zu hoch liegen.

Einbruchschutz bei Türen

Wirksamen Einbruchschutz von Türen gewährleisten Sicherheitstüren bzw. Türen mit entsprechend hohen Sicherklassen von mindestens RC2, eher RC3. Nicht nur die Tür selbst ist verstärkt, auch der Türrahmen, die Türbeschläge und die Türbänder sind besonders sicher. Sicherheitsschlösser, d.h. Türschlösser mit besonders hohen Schutzmaßnahmen, verhindern die Türöffnung mittels diverser Techniken wie Anbohren, Picking und Co. Schutzrosetten mit Kernziehschutz sichern den Schließzylinder gegen das Ziehen des Zylinderkerns. Schutzbeschläge, insbesondere an den Scharnieren, stabilisieren die Tür gegen Aufhebeln. Gleiches gilt für besonders widerständige Schließbleche, in denen der Riegel des Türschlosses besonders sicher sitzt.

Zusatzsicherungen der Tür sind ebenfalls wirksamer Einbruchschutz. Ganz vorne stehen dabei Querriegelschlösser bzw. Panzerriegel, die die Tür gegen Aufhebeln oder Öffnung des Türschlosses absichern. Kastenriegelschlösser, die innen zusätzlich an der Tür aufgesetzt werden, haben einen ähnlichen Effekt.

Wir haben zahlreiche Ratgeber zum Thema Einbruchschutz zusammen gestellt:

Schließzylinder für hohe Sicherheitsanforderungen

Zylinderschlösser für mittlere Schutzanforderungen

Türschlösser für einfache Schutzanforderungen

Panzerriegel als Zusatzelement des Türschutzes

Türrosetten mit Kernziehschutz als Schutzmaßnahme gegen das Ziehen des Zylinderschlosses

Türbeschläge mit Ziehschutz, ebenfalls als Schutz gegen das Ziehen des Schließzylinders

Schutz von Fenstern

Fenster sind ebenfalls ein begehrter Einstiegspunkt für Einbrecher. Bei den Zahlen des LKA ist zu beachten, dass Fenster nur dann den Einstiegspunkt bilden können, wenn diese ebenerdig oder anderweitig relativ bequem erreichbar sind.

Fenster mit Sicherheitsklasse RC2 und RC3 bieten per se schon einen guten Schutz gegen Einbrecher. Statt einfacher Rollzapfen und einfachen Materialien als „Schließbleche“ werden rundumlaufende Metallbeschläge und Pilzkopfzapfen verbaut, um die Fenstersicherung zu gewährleisten. Die Ansatzpunkte bei Fenstern sind der Rahmen und das Glas. Einfache Fenster kann man sehr leicht aushebeln, wenn man die ungesicherten Rollzapfen aushebelt. Schneidet man die Scheibe auf, kann man den Riegel und damit das ganze Fenster öffnen.

Wirksamen Schutz von Fenstern gegen Einbruch erzielen Sie durch einbruchhemmende Beschläge, insbesondere der Scharniere. Diese sogenannten Fenster-Seitensicherungen verstärken die Scharniere und sind eine wirksame Maßnahme des Einbruchschutzes. Fensterschlösser oder Fensterriegel dagegen sind zusätzliche Schlösser, die das Fenster gegen Aushebeln oder anderweitiges Öffnen schützen.

Das Fensterglas kann zusätzlich mit spezieller Fensterfolie, d.h. einbruchshemmender Splitterfolie verstärkt werden, die das Glas auch nach einem Glasbruch zusammenhält und stabilisiert. Fensterfolien mit Wirkung als Einbruchschutz müssen aber im Fensterrahmen verankert sein. Natürlich kann auch das Fensterglas durch eine angriffshemmende Verglasung verstärkt werden.

Zum Schutz von Fenstern und teilweise auch Türen gibt es schließlich auch die Möglichkeit, Gitter an den Außenmauern anzubringen. Dies eignet sich vor allem für Fenster im Keller oder anderen, wenig oft genutzten Räumen.

Daneben bilden auch Rollläden einen Schutz gegen Einbrüche. Es gibt verschiedene Typen von Rollläden, die unterschiedliche Schutzwirkungen entfalten.

Maßnahmen zum Einbruchschutz
Guter Versuch, aber kein echter Schutz gegen Langfinger

Weitere Maßnahmen des Einbruchschutzes

Bewegungsmelder eignen sind eher auf dem Lande, wo tatsächlich sonst niemand herumläuft, außer möglichen Einbrechern (oder Tieren). Da es beim Einbruchschutz vor allem darauf ankommt, den Einbrecher unter Druck zu setzen – ihm also die Zeit zum Erfolg zu verlängern oder die Zeit bis zur Entdeckung zu verkürzen – sind Bewegungsmelder wirksame Mittel.

Mit Alarmanlagen schrecken Sie bereits viele Einbrecher durch deren bloße Existenz ab. Die Einbrecher, die es dennoch versuchen, stehen unter Zeitdruck, denn die Alarmanlage „holt“ entweder selbst Hilfe bei Aufschaltung zu einem Sicherheitsdienst oder aber benachrichtigt das Umfeld, dass vor Ort etwas nicht stimmt.

Wer den Einbruch selbst nicht verhindern kann, ist natürlich auch mit einem Tresor gut beraten. Auf jeden Fall sind Bargeld, Schmuck und wichtige Dokumente dann besser geschützt.

Wir stellen Ihnen zu den Themen des Einbruchschutzes wichtige Ratgeber zusammen, mit denen Sie selbst eine optimale Schutzwirkung erlangen können.

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