Der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie ist aus dem Facharzt für Plastische Chirurgie hervorgegangen, welcher seit 1992 existiert. Dies erfolgte allerdings durch reine Namensänderung. Damit kann also eine Spezialisierung auf ästhetische Chirurgie, sprich Schönheitschirurgie, nicht wirklich gewährleistet werden. Vielmehr werden Elemente der vier klassischen Bereiche der Plastische Chirurgie abgedeckt (ästhetischen Chirurgie, rekonstruktive Chirurgie, Handchirurgie und Verbrennungschirurgie). Dennoch ist es der einzige Facharzttitel, der eine Vielzahl ästhetisch-chirurgischer Eingriffe im Rahmen der Weiterbildung erfordert.

Der Facharzt für plastisch-ästhetische Chirurgie erfordert eine 6-jährige Weiterbildungszeit. Er kann nach Studienabschluss der Humanmedizin und der Approbation als Arzt (der Zulassung) begonnen werden. Die Inhalte werden nach Landesrecht geregelt, d.h. es gibt keine bundesweit einheitliche Prüfung. Dennoch gleichen sich die Inhalte weitgehend.

Um nähere Informationen zu den Inhalten der Weiterbildung und der Prüfung zu erhalten, müssen Sie bei den Landesärztekammern schauen. Wichtig sind dort folgende Verordnungen und Richtlinien:

  • Weiterbildungsordnung der jeweiligen Ärztekammer, die die Rahmengrundsätze für die Weiterbildung und die Prüfung festlegt.
  • Richtlinien über den Inhalt der Weiterbildung, die zur Zulassung der Prüfung durchzuführen sind, mit konkreter Angabe der Zahl durchzuführender Untersuchungen und Behandlungen. Diese Richtlinien sind auch die Grundlage für die Inhalte der Prüfungen.

Die Berliner Weiterbildungsverordnung sieht zum Beispiel folgende Zeiten der Ausbildung zum Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie vor

  1. 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Chirurgie und
  2. 48 Monate Weiterbildung zum Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte …

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