Laminat

Wir zeigen Ihnen, worauf Sie beim Kauf von Laminat-Fußböden achten müssen und welches die besten Produkte sind.

Produkt
Top Ausstattung
MEISTER Laminat - Micala LC 200 S
Top mit Fase
EGGER HOME Aqua+ 
Parador Trendtime 6
EGGER HOME Weinburg Eiche
Haro Laminat Tritty 100 Campus
Parador Laminat - Classic 1050
Haro Laminat Tritty 100
KRONOTEX Laminat Exquisit Plus Pettersson Eiche
Top Preis
HORI® Laminat
sehr gut
1,3
gut
1,5
gut
1,6
gut
1,6
gut
1,6
gut
1,7
gut
1,7
gut
1,8
gut
2,4
Spezifikation
OptikNussbaum LandhausdieleDiverse DekorsDiverse DekorsFischgrät strukturierte Oberfl.Diverse DekorsDiverse DekorsDiverse DekorsDiverse DekorsDiverse Dekors
Länge, Breite (mm)1287 x 1981291 x 1932200 x 243 1291 x 3271282 x 2431285 x 1941285 x 1931380 x 2441376 x 193
Dicke (mm)889888888
Trittschall integriert
2,5 mm
Nutzungsklasse23 / 3223 / 3223 / 3223 / 3123 / 3223 / 3223 / 3223 / 3223 / 32
AbriebklassseAC4AC4AC4AC4AC4AC4AC4AC4AC4
R9
TrägerplatteHDFHDFMDFHDFHDFk.A.HDFk.A.k.A.
Mit Fasenyynynyyn
Seiten der Fase4-seitig4-seitig4-seitig4-seitig4-seitig
Click-Verbindung
Zertifiziert
Warmwasser-Fußboden-Heizung geeignet
Feuchtraum geeignet
Garantie (Jahre)25 Jahre privat, 5 Jahre GewerbeLebenslangLebenslang20 Jahre privat20 Jahre privat, 5 Jahre Gewerbe25 Jahre privat, 5 Jahre Gewerbe20 Jahre privat, 5 Jahre Gewerbe25 Jahre privat, 3 Jahre Gewerbek.A.
Zusammenfassung
Vorteile
  • Erhöhter Quellschutz
  • Top Garantie
  • Top Garantie
  • reduziertes Quellverhalten
  • Erhöhter Quellschutz
  • Für Feuchtraum geeignet
  • Erhöhter Quellschutz
  • Geeignet für Stuhlrollen
  • anii-statisch
  • sehr preiswert
Nachteile
      • MDF Trägerplatte
                • Wenig Infos
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                Laminat gehört sicher zu den aktuell am meisten verlegten Fußböden: Mit vielen Designvarianten, der einfachen Verlegbarkeit und dem vergleichsweise günstigen Preis ist Laminatboden attraktiv. Laminat wird sowohl im Wohnbereich wie auch im Gewerbebereich eingesetzt.

                Die oberste Schicht, die sogenannte Nutzschicht, besteht bei Laminat nicht aus Echtholz bzw. in seltenen Einzelfällen nicht aus ausreichend Echtholz. Laut DIN-Norm muss Parkettboden bspw. Eine Echtholzschicht von 2,5 mm haben. Liegt die Dicke darunter, kann der Fußboden als Laminat vermarktet werden.

                Die dritt-obere Schicht bei Laminat besteht aus Dekorpapier, über dem eine Nutzschicht meist aus hitzebehandeltem Melaminharz liegt, die sehr widerstandsfähig gemacht wurde. Darüber liegt eine sehr dünne Schicht für die Oberflächenstruktur, die nicht immer glatt sein muss, sondern auch die raue Oberfläche von Holz simulieren kann. Das Dekorpapier ist für die vielen Optiken zuständig. Darunter liegt eine Spanplatte oder eine Art von Holzplatten wie MDF (mitteldichte) oder HDF (hochdichte) – Holzplatten. Unter der Trägerplatte liegt noch der sogenannte Gegenzug. Auf der Unterseite des Laminats sind möglicherweise noch Feuchtigkeitssperren oder Trittschalldämmungen angebracht.

                Besser Laminat mit höherer Nutzungsklasse kaufen
                Wir würden immer dazu raten, Laminatböden mit höheren Nutzungsklassen zu kaufen, die meist auch dicker sind. In unserem Vergleich finden sich daher auch nur Laminatböden mit 8 mm Stärke. Darunterliegende Stärken haben wir grundsätzlich ausgeschlossen.

                Unterschiedliche Preisklassen von Laminat

                Laminatböden unterscheiden sich recht stark im Preis, abhängig von einige Eigenschaften. Im Sonderangebot trifft man auf Laminat ab 3 € pro qm, die mittlere Preislage liegt zwischen 10 und 15 € pro qm. In der gehobenen Preislage werden bis zu 25 € pro qm erreicht. Darüber liegen die Premium-Laminate. Die Einteilungen sind natürlich von Hersteller zu Hersteller ein wenig abweichend.

                Wir zeigen Ihnen im Folgenden, welche Eigenschaften den Preis bei Laminat erhöhen. Je mehr der zu kaufende Laminatboden enthält, umso teurer wird das Laminat. Das Dekor hat daran nur einen sehr kleinen Anteil:

                Preise pro qm oder Packung
                Beachten Sie unbedingt, dass in manchen Online-Shops, Baumärkten oder im Fachhandel die Preise auch mal pro Packung angegeben werden. In einer Packung befinden sich mehr als ein qm, die exakte Größe ist aber nicht standardisiert. Man kann hier also sehr leicht Fehler beim Vergleich der Preise machen!
                Eigenschaft

                Erläuterung

                Dicke von Nutzschicht und Trägerplatte

                Die Stärke bestimmt die Haltbarkeit und auch den Laufkomfort: Je stärker, umso besser.

                Vorhandensein einer Fase

                Eine Fase ist eine Fuge zwischen den Laminatbrettern. Die einzelnen Bretter sind dafür an den Seiten abgeschrägt. Was früher dem Kantenschutz diente, ist heute ein Designelement

                Integrierte Trittschalldämmung

                Laminat braucht eine Trittschalldämmung, wenn auch in der unteren Etage jemand wohnt. Die kann bereits im Laminat angebracht sein oder muss extern dazugekauft und verlegt werden.

                Imprägnierung & Kantenschutz

                Die Trägerplatte und die Klickverbindungen bestehen auch bei Laminat aus Holz, welches quellen und schwinden kann. Teilweise werden dazu die Trägerplatten imprägniert und auch die Kanten besonders behandelt. Dies heißt nicht, dass das Laminat dann auch für Feuchträume geeignet ist. Hier kommt es auf die Herstellerangaben an. Aber auch wenn diese Eignung nicht vorliegt, ist der Laminatboden haltbarer.

                Länge der Bretter

                Die Länge der Bretter ist eine Designfrage. Man kommt der Optik klassischer Landhausdielen aber deutlich näher, wenn die Bretter Längen von 2 m oder mehr haben.

                Vorteile und Nachteile von Laminat im Überblick

                Die Vorteile der Nutzung von Laminat liegen im günstigen Preis und der einfachen Verlegbarkeit bei einer großen Auswahl an denkbaren Dekors, die neben Holzoptik auch zum Beispiel Stein und Fliesen umfassen. Bei der Holzoptik kann man sich die gewünschte Sortierung leicht anhand des Designs auswählen, ohne dafür einen besonderen Aufpreis zu zahlen.

                Daneben sprechen auch einige andere, wichtige Aspekte für Laminat: Als Kunstprodukt ist es gut geeignet für Allergiker. Es bedarf auch keiner Oberflächenbehandlung, die mögliche belastende Stoffe aussondert. Laminat ist insgesamt sehr pflegeleicht. Da Farbe und Muster durch den unter dem Melaminharz liegende Dekorpapier erzeugt werden, bleicht die Farbe im Laufe der Zeit auch nicht aus. Man muss also nicht darauf achten, ob der Laminatboden großer Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist.

                Laminat sieht aus wie Holz
                Laminat kann man kaum noch von echtem Holz unterscheiden

                Laminat ist nicht per se für Fußbodenheizungen geeignet, denn die Oberfläche besteht aus Kunststoff, der ggfs. unter dem direkten Wärmeeinfluss leiden könnte. Es ist darauf zu achten, dass der gewünschte Laminatboden explizit für Fußbodenheizungen geeignet ist.

                Laminatfußboden wird immer mit einer Klickverbindung angeboten. Der Boden kann also einfach miteinander fixiert werden und ist damit sehr einfach verlegbar. Laminatboden wird schwimmend verlegt, auf ebener Fläche. In vielen Fällen wird darunter noch eine Trittschalldämmung erlegt.

                Laminat wirkt, anders als Parkett oder Dielenboden, weniger klimaregulierend. Laminatboden nimmt aber dennoch begrenzt Feuchtigkeit auf und gibt diese wieder ab. Auch Laminatboden kann sich also verziehen und der Fußboden sollte keiner intensiven Feuchtigkeit ausgesetzt werden.

                Die Oberfläche von Laminat kann nicht abgeschliffen und auch nicht sinnvoll repariert werden. Man sollte also immer noch ein paar Bretter übrig haben, um später Ausbesserungen vornehmen zu können. Durch diese fehlenden Möglichkeiten hält Laminat auch nicht so lange wie Parkett oder Dielenfußboden. Ohne besondere Belastung sind aber Haltbarkeiten von 10, 15 oder 20 Jahren kein Thema. Der natürliche Abrieb ist aufgrund der hochbeständigen Oberfläche gering – es kommt aber auch auf die gewählte Nutzungsklasse an.

                Wo kann man Laminat am besten kaufen?

                Laminat erhalten Sie sowohl im lokalen Baumarkt wie auch in lokalen Fachgeschäften. Möbelhäuser führen Laminat dagegen sehr selten. In den Baumärkten gibt es immer einen Mix aus Eigenmarken und anderen Markenprodukten, wobei der Unterschied vor Ort nicht immer klar erkennbar ist.

                Natürlich kann man Laminat auch online kaufen. Es gibt zahlreiche Shops von Fachmärkten und Baumärkten im Internet, wo die Auswahl meist deutlich größer ist als vor Ort im Markt. Dort können Sie aufgrund der vorhandenen Filter auch genauer einstellen, welche Art Laminat für Sie in Frage kommt. Auch bei Amazon gibt es Laminat zu kaufen. Von einigen Herstellern gibt es ein umfangreiches Sortiment:

                In den Online-Shops kann man sich vor dem Kauf auch Muster zusenden lassen, um ein noch besseres Gefühl für das Design und die Oberfläche zu erhalten.

                Nutzungsklassen für Laminat im Überblick

                Laminatfußboden wird in Nutzungsklasse eingeteilt. Grundlage ist die DIN EN ISO 10874:2012-04, in der standardisierte Verfahren zur Feststellung der Nutzungsklassen festgelegt werden. Die Nutzung wird in erster Linie als Abriebfestigkeit definiert. Dabei hängt die Nutzungsklasse mehr oder weniger direkt mit der Dicke des Laminatfußbodens zusammen: Böden in der Stärke von 6 mm sind meist weniger widerstandsfähig, Böden mit 8 mm erfüllen meist deutlich höhere Anforderungen.

                Klassen für die private Nutzung fangen mit einer 2 an. Es gibt die Nutzungsklassen 21, 22 und 23. Klassen für die gewerbliche Nutzung fangen mit einer 3 an. Die gibt die gewerblichen Nutzungsklassen 31, 32 und 33. Für den industriellen Bedarf gibt es noch die Nutzungsklassen 4 mit den Einzelklassen 41, 42 und 43.

                Je höher die jeweilige Nutzungsklasse, umso höher ist die Beanspruchung, für die das Laminat ausgelegt ist. Dabei gibt es meist auch eine direkte Verbindung zum Preis des Laminatbodens.

                Die Ziffer an der zweiten Stelle der Nutzungsklasse beschreibt den Grad der Belastbarkeit

                • 1: geringe Belastbarkeit
                • 2: normale Belastbarkeit
                • 3: starke Belastbarkeit.

                Die Nutzungsklasse 21 steht für Laminat für Wohnbereiche mit wenig Belastung wie Schlafzimmer oder Gästezimmer. Nutzungsklasse 22 steht für Bereiche mit mittlerer Beanspruchung wie dem Wohnzimmer und Innenflure, während die Klasse 23 für stark belastete Bereiche wie Küche, Eingangsbereich und Kinderzimmer steht. Ähnliches gilt für die gewerblichen Nutzungsklassen, wo die 31 für kleinere Büros oder Hotelzimmer steht, 32 für größere Büros oder exklusivere (d.h. weniger belastete) Geschäfte und die Nutzungsklasse 33 für stark frequentierte Standorte.

                Natürlich gilt, dass man Laminatfußboden am liebsten in einheitlichem Dekor verlegen will. Man unterscheidet dabei nicht unbedingt zwischen Schlafzimmer mit geringen Anforderungen an die Nutzungsklasse oder Kinderzimmern, mit entsprechend hohen Anforderungen. Im Regelfall schaut man auf die höchste erforderliche Nutzungsklasse und kauft dieses Laminat für den ganzen Fußboden. Oft bringt es nicht wirklich viel, wenn insbesondere in Baumärkten Laminat für 3 € bis 6€ pro qm mit der Nutzungsklasse 21 angeboten wird, man dieses aber nur im Schlafzimmer verwenden kann bzw. sollte.

                Übrigens: Manchmal, wenn auch selten, trifft man auf Kennzahlen zur Abriebfestigkeit, die in den Abriebklasse AC1 bis AC5 definiert sind. Hier gilt, je höher, umso abriebbeständiger.

                Im Zusammenhang mit Laminat trifft man oft auf verschiedene Piktogramme, die wir hier kurz erläutern wollen:

                Piktogramm
                Erläuterung
                Diese Art Piktogramme stehen für die Nutzungsklasse des Laminats. Hier wird die 32 angezeigt, die für mittlere gewerbliche Nutzungen geeignet ist. Damit ist sie in der Regel auch für hohe private Beanspruchungen, also die Klasse 23, geeignet.

                Die Klasse DS steht nach der DIN EN 14041  für ein Mindestmaß an Rutschhemmung.

                NPD steht nach der DIN EN 14041 für keine Rutschhemmung. Ein solcher Laminatboden sollte vermieden werden, denn ein Mindestmaß an Rutschhemmung ist für die tägliche Nutzung sehr sinnvoll.

                Dieses Zeichen steht für anti-statische Eigenschaften des Bodens

                Die Piktogramm steht für einen wasserdichten Bodenbelag, im Falle von Laminat also für eine Eignung in Feuchträumen.

                Rutschhemmung von Laminatboden: Auch interessant für Hundehalter

                Neben der Widerstandsfähigkeit des Laminatbodens ist oftmals auch die Rutschhemmung des Laminatbodens von Bedeutung. Nicht nur Menschen, sondern auch Hunde sind davon betroffen. Gerade für Vierbeiner ist ein zu glatter Boden nicht gut.

                Zur Prüfung, wie rutschhemmend Laminat ist, kann zunächst einfach die Oberfläche geprüft werden. Da die Technik mittlerweile fortgeschritten ist, gibt es auch Laminatoberfläche mit „natürlicher“ Struktur, die also nicht komplett eben sind. Dies soll die normalen Unebenheiten von Holz nachbilden. Unebene Oberfläche bieten schon mal mehr Halt.

                Neben der Eigenprüfung gibt es aber eine Reihe von Verfahren, die die Rutschfestigkeit von Bodenbelägen genauer bestimmen:

                Für normale Bodenbeläge, also auch Laminat in der Wohnung, welche keine besonderen rutschhemmenden Anforderungen haben, wird durch die Norm DIN EN 14041 ein Maß an Rutschhemmung definiert, welches man beim Kauf beachten sollte.

                Laminatböden, die dieses Mindestmaß an Rutschhemmung erfüllen, werden mit dem Zusatz DS gekennzeichnet. Laminat, welche dieses Mindestmaß nicht erfüllt, werden nur mit dem Zusatz NPD (no performance declared) gekennzeichnet.

                Die Din EN 14041 betrifft übrigens nicht nur Laminat, sondern gilt für „textile, elastische und laminierte Bodenbeläge“ allgemein. Die Kennzeichnung erfolgt über ein entsprechendes Piktogramm.

                Daneben gibt es noch entsprechende DIN-Prüfungen, die allerdings nicht für Vierbeiner, sondern für Menschen – in Arbeitssituationen – konzipiert sind. Gemäß DIN 51 130 „Prüfung von Bodenbelägen – Bestimmung der rutschhemmenden Eigenschaft“ werden die Böden in rutschhemmende Klassen mit den Bezeichnungen R 9, R 10, R 11, R 12 und R 13 eingeteilt. Dabei wird gemessen, bei welcher Neigung eine Person auf dem jeweiligen Boden noch stehen kann, ohne unsicher zu werden. Der Boden wird dabei mit einer Prüfflüssigkeit nass gemacht.

                Folgende Bewertungsgruppen gibt es bei der Rutschhemmungsprüfung nach DIN 51 130:

                • R 9: Standsicherheit bei einem Neigungswinkel von 6° bis 10°
                • R 10: Standsicherheit bei einem Neigungswinkel von 10° bis 19°
                • R 11: Standsicherheit bei einem Neigungswinkel von 19° bis 27°
                • R 12: Standsicherheit bei einem Neigungswinkel von 27° bis 35°
                • R 13: Standsicherheit bei einem Neigungswinkel von mehr als 35°

                Daneben gibt es noch speziell für Nassbereiche konzipierte Prüfverfahren. Bei Laminat ist diese Prüfung nur in Ausnahmefällen wichtig, aber dennoch interessant zu wissen. Die Prüfung erfolgt dann gemäß der DIN 51 097 „Prüfung von Bodenbelägen; Bestimmung der rutschhemmenden Eigenschaft nassbelastete Barfußbereiche“. Auch hier wird mit einem Neigungswinkel bei einer angefeuchteten Oberfläche geprüft.

                Parador Laminat Trendtime
                Klares Design beim Parador Trendtime Laminat

                Die sich aus dieser Prüfung ergebenden Klassen werden mit Buchstaben bezeichnet

                • A: Standsicherheit bei ≥ 12°
                • B: Standsicherheit bei ≥ 18°
                • C: Standsicherheit bei ≥ 24°

                Was genau heißen diese Kennzahlen nun aber für den Käufer von Laminat?

                Auf eine Basisrutschhemmung der Klasse DS ist auf jeden Fall zu achten. Eine Rutschfestigkeit (für Arbeitsbereiche) von R9 ist im Normalfall von Wohnsituationen und einfachem Gewerbe ausreichend, R10 ist für barrierefreie Wohnungen anzuraten. Im Nassbereich auf normalem trockenen Boden (also der Boden im Bad) braucht es eine Klasse A für den Belag. In der Dusche (die natürlich nicht mit Laminat, sondern Fliesen oder dergleichen ausgelegt ist) eine Klasse B, im Schwimmbad eine Klasse C.

                Je rutschhemmender das Laminat, umso rauer ist auch die Oberfläche. Je rauer die Oberfläche, umso mehr bleibt auch Schmutz hängen und umso intensiver muss die Reinigung sein.

                Beim Laminatkauf auf rutschhemmende Eigenschaften achten
                • Basisrutschhemmung nach Klasse DS ist Pflicht (DIN EN 14041) - siehe entsprechende Piktogramme
                • Für barrierefreie Wohnungen ist zusätzlich auf Klasse R10 zu achten (DIN 51130)
                • In Feuchträumen braucht es die Klasse A gemäß DIN 51097

                Laufgefühl

                Das Laufgefühl auf Laminatboden hängt auch stark mit der Dicke und dem Material der Trägerplatte des Laminats zusammen. Je dicker, umso weniger schwingt der Boden. Ebenfalls gilt, dass HDF-Platten (hochdichte Faserplatten) widerstandsfähiger und fester sind als MDF-Platten (mittelfeste) oder normale Spanplatten.

                Die meisten hochwertigen Hersteller nehmen daher als Trägermaterial auch durchgängig HDF-Platten, um die Lebensdauer und den Komfort des Laminats zu erhöhen.

                Laminat mit oder ohne Fase?

                Die Fase ist eine optische Fuge zwischen den einzelnen Laminatbrettern. Die Bretter werden an den Seiten angeschrägt; dies machte man früher bei Holzdielen, damit diese an den Rändern nicht zu leicht abplatzen. Daher hat man dieses Dekorelement auch beim Laminat mit übernommen, damit das Laminat dem Dielenboden möglichst ähnlich ist. Das Vorhandensein einer Fase wirkt sich aber auf den Preis aus. Preiswertes Laminat hat meist keine Fase.

                Es gibt Längsfasen (nur längs, auch 2V genannt) oder an allen 4 Seiten (4V). Die Fase kann tiefer sein oder flacher und wird dann Microfase genannt. Auch bei Laminat ist die Fase eine Stelle, an der sich Dreck, aber auch Feuchtigkeit sammeln kann. Für Feuchträume geeignetes Laminat hat daher so gut wie nie eine Fase.

                Die Fase ist deutlich sichtbar
                Laminat mit deutlicher 4V Fase

                Abgesehen vom Aspekt der Dreckansammlung, der leichteren Feuchtigkeitsansammlung und dem höheren Preis ist die Fase bei Laminat alleine eine Frage des Designs und damit des Geschmacks.

                Trittschalldämmung ist erforderlich: Integriert oder zusätzlich

                Preiswerteres Laminat hat meist keine integrierte Trittschalldämmung. Dann ist die Trittschalldämmung unter das Laminat zu legen. Dazu gibt es verschiedene Matten oder Rollen, die die Ausbreitung des Trittschalls verhindern. Die Dicke der Trittschalldämmung liegt meist bei max. 5 mm.

                Es gibt aber auch Laminat, wo die Trittschalldämmung bereits integriert ist. Die Dämmschicht erreicht dann meist eine Dicke von 2 mm bis 2,5 mm. Sie wird unter das Laminat als zusätzliche Schicht angebracht. Manche Laminate werden daher mit Breiten von 9 mm oder 10 mm angegeben. Meist sind davon 7 mm oder 8 mm das eigentliche Laminat und die restlichen 2 mm die Trittschalldämmung.

                Laminat verlegt auf Trittschalldämmung
                Schwimmende Verlegung auf einer Trittschalldämmung

                Auch eine zusätzliche, integrierte Trittschalldämmung wirkt sich auf den Preis des Laminatfußbodens aus. Bei einer vom Laminatfußboden unabhängigen Trittschalldämmung hat man mehr Flexibilität und kann auch dickere, in der Regel besser den Trittschall hemmende Unterlagen verwenden.

                Eignung von Laminat für Feuchträume

                Laminat hat zwar ein geringes Quellverhalten, schon alleine, weil wenig Holz verarbeitet wird. Ohne spezielle Produkteigenschaften ist Laminat aber nicht in Feuchträumen nutzbar ohne das Risiko, schnell Probleme mit dem Laminatfußboden zu bekommen.

                Egger Home Aqua Plus
                Gutes Laminat für Feuchträume: Das Egger Home Aqua+

                Insbesondere die Trägerplatte muss imprägniert sein, genauso wie alle Kanten nach außen. Der Click-Mechanismus muss das Eindringen von Wasser verhindern. Neben diesen Eigenschaften muss auch die Verlegung fachmännisch erfolgen, mit ausreichend Dehnfugen. Auch die Eignung für Feuchträume bestimmt den Preis.

                Es gibt Laminat, welches diese Anforderungen erfüllt. Beispielweise Wimeo bietet dies für nahezu alle eigenen Produkte an, Meister Laminat für die hochwertigeren Laminatböden. Dennoch sollte man dies nicht als Freibrief für Laminat im Bad sehen. Dort sind noch immer Fließen am besten geeignet.

                Auf jeden Fall bedeutet eine grundsätzliche Eignung für Feuchträume auch eine bessere Haltbarkeit in anderen Umgebungen, wenn zufällig mal eine Glas Wasser aufläuft oder ein Fenster bei Regen offen steht. Schaden kann die verstärkte Imprägnierung also nicht.

                Eignung von Laminatboden für Fußbodenheizungen

                Laminatfußboden ist nicht grundsätzlich für Fußbodenheizungen geeignet und in den meisten Fällen auch speziell nicht für elektrische Fußbodenheizungen. Dagegen gibt es mittlerweile viele Laminatböden, die für wasserbasierte Fußbodenheizungen geeignet sind. Dies muss aber vom Hersteller entsprechend ausgewiesen sein.

                Maße der Laminatbretter

                Die Maße der Laminatbretter selbst beeinflusst die Optik stark. Gerade wenn man Laminat im Stile einer Landhausdiele hat, will man an sich lieber längere Bretter haben, denn die Originale sind auch eher länger und oft über 2m.

                Das Standardlängenmaß von Laminatfußboden ist aber kürzer und liegt unter 1,3m. Es gibt einige wenige Angebote, die mit Längen um die 2m aufwarten. Diese muss man gezielt suchen und sie sind eher im hochpreisigeren Segment zu finden.

                Gleiches gilt auch für die Breite der Dielen. Das Standardmaß liegt bei ca. 19 cm. Mehr als 20 cm sind schwer zu finden, aber bei echten Holzdielen sind diese Breiten durchaus üblich.

                Gerade auch, wenn der Laminatboden eine Fase hat, wirkt diese deutlich unruhiger, wenn die Bretter kurz und schmal sind. Diese sollte man bei der Auswahl beachten.

                Oberflächenhaptik und -optik

                Egger Home Laminat Weinburg Eiche
                Top Laminat mit Fischgrät-Muster

                Die Oberfläche von Laminat ist heutzutage längst nicht mehr nur glatt. Vielmehr lassen sich zahlreiche Strukturen wie zum Beispiel von Holz nachbilden: Einerseits die Rauheit und Unebenheit einer Holzoberfläche sowie die möglicherweise offeneren Poren mancher Holzarten.

                Je diffiziler diese Strukturen nachgebildet sind, umso teurer ist das Laminat. Das Dekor selbst – unterschieden nach Holzart und Holzsortierung – bestimmt kaum den Preis. Es ist die Bearbeitung der Oberfläche, die komplizierter ist.

                Verlegung von Laminat

                Laminat wird heutzutage fast ohne Ausnahme schwimmend verlegt. Die Klickverbindungen, die sich von Hersteller zu Hersteller immer leicht unterscheiden, sorgen für das nahtlose Zusammenfügen der einzelnen Bretter. Diese Verbindungen sind immer wieder eine gewissen Schwachstelle der Laminatböden, denn sie sind recht empfindlich. Es ist daher immer ratsam, etwas mehr Fläche zu ordern, um mögliche Probleme bei der Verlegung ausgleichen zu können.

                Der Untergrund muss dafür eben sein. Vorab sind ggfs. Dampfsperren in Form von Folie und darauf eine Trittschalldämmung zu verlegen. Darauf wird das Laminat direkt gelegt. Ein Verkleben findet nicht statt. Am Rand ist ausreichend Platz für mögliches Ausdehnen zu lassen.

                Verlegung von Laminat
                Laminat verlegen ist recht einfach

                Bei Fußbodenheizungen und in Feuchträumen sollten Sie das Laminat nur vom Profi verlegen lassen, da dabei sehr exakt zu arbeiten ist und die Herstellerangaben exakt zu befolgen sind.

                Hersteller von Laminat

                Es gibt zahlreiche Hersteller von Laminat, die teils auch Eigenmarken der Baumärkte produzieren bzw. selbst eine Mehrmarkenstrategie fahren. Eine vollständige Übersicht zu geben, ist nahezu unmöglich. Viele Hersteller kommen auch heute noch aus Deutschland und produzieren auch hier.

                Eine Herstellung mit langen Transportwegen macht aufgrund des Transports allerdings auch nur wenig Sinn, so dass zum Beispiel Konkurrenz aus entfernten Billiglohnländern nicht unbedingt zu fürchten ist.

                Zu den bekannteren Marken zählen Parador, Classen und MeisterWerke Schulte, Egger, Kronotex und Haro. Wir haben in unserer Untersuchung die folgenden Laminatböden untersucht:

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