Laser-Peeling

Ein Laser-Peeling dient zur Verjüngung der Haut durch Anregung der körper-eigenen Regeneration. Es ist ein einfacher als das chemische Peeling oder eine Dermabrasion, sollte aber dennoch von einem erfahrenen Facharzt durchgeführt werden.

Ob kleinere Falten, Pigmentstörungen, Krähenfüße oder Aknenarben, alle diese Hautverunreinigungen tragen zum Unwohlsein der Betroffenen bei. Ein Laser-Peeling kann hier Abhilfe schaffen.

Auf dem Markt finden sich viele verschiedene Cremes und Fruchtsäure-Peelings die den stetig voranschreitenden Alterungsprozess aufhalten sollen, oftmals jedoch nur mit mäßigem Erfolg. Dann ist eine Möglichkeit das Laser-Peeling (Skin-Resurfacing).

Reine glatte Haut unterstützt die Ausstrahlung

Durch gezielte Verdampfung der oberen Hautschichten soll die natürliche Regeneration der Haut angeregt und Alterserscheinungen sowie Aknenarben dadurch vermindert werden.

Ein noch intensiverer und wirksamerer Eingriff ist das chemische Peeling oder die Dermabrasion.

Laser-Peeling im Überblick

Wirkung

  • Haltbarkeit: Mehrere Jahre
  • Wirkung: Nach ca. 3 Monaten sichtbar
  • Gesellschaftsfähig: Nach 2-3 Wochen
  • Narben: Keine

Eingriff

  • Dauer: Ca. 1 Stunde
  • Betäubung: Dämmerschlaf und/oder örtliche Betäubung
  • Klinikaufenthalt: Keiner
  • Schmerzen: Mittel

Risiken

  • Allgemeine Risiken: Starke Schmerzen, Schwellungen, gerötete Haut, Brennen, Jucken
  • Infektionen
  • Dauerhafte Vernarbung
  • Hautaufhellungen
  • Braune Flecken

Nachsorge

  • Nicht an der Haut kratzen oder zupfen, das Gesicht möglichst gar nicht berühren
  • Während der ersten Woche nach der Operation nur auf dem Rücken schlafen
  • Solange das Gesicht nicht abgeheilt ist nicht Schminken

Kosten Laser-Peeling

  • Ab ca. 1.500 Euro

Planung

Ähnlich dem chemischen Peeling wird das Laser-Peeling (Skin-Resurfacing) oftmals als „Facelift ohne Skalpell“ bezeichnet. Es muss jedoch klar sein, dass eine Anwendung dieses Verfahrens nur Sinn macht, solange sich die Hautalterungsprozesse auf den Bereich der Oberhaut begrenzen.

GesichtshautSobald die Alterungserscheinungen auch das darunter gelegene Fettgewebe betreffen, führt die alleinige Anwendung eines Laser-Peelings oftmals nicht mehr zu einem als ausreichend empfundenen Verjüngungseffekt.

Auch bei Falten die sich durch Aktivität der mimischen Muskulatur über die Jahre tief in das Gesicht eingegraben haben macht ein Laser-Peeling wenig Sinn. In solchen Fällen sollten Sie eher über eine Behandlung mit Botox, eine Faltenunterspritzung oder ein Stirn- oder Brauenlifting nachdenken.

Die Möglichkeit, das Laser-Peeling mit anderen Verfahren wie z.B. einem Facelifting zu kombinieren, ist grundsätzlich gegeben. Sie sollten dabei jedoch bedenken, dass die Laserbehandlung nach einem Facelifting mit einer erhöhten Komplikationsrate einher geht.

Sie können zu einem optimalen Ergebnis beitragen, indem Sie ihre Gesichtshaut auf das Peeling vorbereiten. Während der Wochen vor dem Peeling wird die Haut durch Auftragen von speziellen Cremes (z.B. Vitamin-A-Säure- oder Fruchtsäure-Creme) zur Abstoßung der oberen Hautzellen angeregt.

Durch die Anwendung des Laser-Peelings wird die Haut sehr anfällig für Viren und Bakterien. Um die Gefahr der Aktivierung einer Herpesinfektion zu mindern sollten Sie während der Tage vor dem Peeling ein Medikament einnehmen, das eine solche Aktivierung verhindert (z.B. Aciclovir). Ihr Arzt wird Ihnen hierzu Genaueres erklären.

Planen Sie genügend Zeit für das Laser-Peeling ein. Die Haut ist nach der Behandlung äußerst empfindlich und sollte möglichst weitgehend geschont werden. Nehmen Sie sich deshalb am besten einige Wochen Urlaub und planen Sie für das folgende halbe Jahr keinen „Urlaub in der Sonne“.

Ablauf des Laser-Peelings

Der Wirkmechanismus des Laser-Peelings beruht auf einer kontrollierten Verdampfung der oberen Hautschichten und gleichzeitiger Anregung der Kollagenproduktion in den tieferen Hautschichten durch Anwendung eines Lasers. Die hierbei erzeugten Wunden sind mit Verbrennungswunden zweiten Grades vergleichbar.

Gesichtsbehandlung glatte & reine Haut

Zur Herbeiführung dieses Effekts können derzeit zwei verschiedene Lasertypen angewendet werden.

Der Kohlendioxyd-Laser (CO2-Laser) stellt das aggressivere Verfahren dar und kommt vor allem bei blassen und normalen Hauttypen zur Anwendung. Die Strahlen des Lasers erreichen auch tiefere Hautschichten, so dass eine starke Anregung der Kollagenproduktion erzielt werden kann. Nachteil dieser Methode ist; dass durch eine unsachgemäße Behandlung Verbrennungen und wuchernde Narben  entstehen können. Schmerzen lassen sich bei diesem Verfahren nicht vermeiden, weshalb der Eingriff unter örtlicher Betäubung bzw. unter einer Dämmerschlaf-Narkose durchgeführt wird.

Die Alternative zum Kohlendioxyd-Laser ist der Erbium-Yag-Laser (Erbium:Yttrium-Aluminium-Granat-Laser). Auch die Anwendung dieses Lasers führt zu oberflächlichen Verbrennungen, allerdings in geringerem Ausmaß. Dadurch sinkt das Risiko von Behandlungsfehlern und Schmerzen, allerdings ist der erzielte Effekt auch geringer als im Vergleich zum Kohlendioxyd-Laser.

Wie beim chemischen Peeling wird vor der Laserbehandlung das Gesicht gereinigt, entfettet und oberflächliche Hautschuppen mit einer speziellen Lösung entfernt. Anschließend werden die Augen und Zähne des Patienten mit Schutzdeckeln abgeschirmt und die Umgebung des Operationsgebiets mit feuchten Tüchern abgedeckt.

Während der Laserbehandlung werden die gelösten Hautteile sofort entfernt. Um das Risiko von Infektionen zu vermindern, bekommt der Patient oftmals bereits während des Eingriffs Antibiotika verabreicht. Nach Beendigung der Behandlung wird das Gesicht mit einer dünnen Spezialfolie abgedeckt, welche die Heilung beschleunigen soll.

Nachsorge

Befolgen Sie in den ersten Wochen nach der Behandlung folgende Anweisungen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen:

  • Nach der Operation muss die Spezialfolie während der ersten vier Tage täglich gewechselt werden. Dies sollte von einem Arzt vorgenommen werden.
  • Pflegen sie ihre Haut während der ersten zwei Wochen nach dem Eingriff mit einer Spezialsalbe. Sie erhalten eine solche Salbe in der Regel von ihrem behandelnden Arzt.
  • Nehmen Sie sich nach der Behandlung ausreichend Zeit, um sich zu erholen. In den ersten 1-2 Wochen nach der Laserbehandlung ist eine Gesellschaftsfähigkeit durch die starke Rötung und Schwellung sowieso nicht gegeben, doch auch danach sollten sie sich noch schonen.
  • Durch das Laser-Peeling der Haut gleicht das Gesicht nach der Behandlung einer offenen Wunde und ist deshalb für Infektionen besonders gefährdet, weshalb manche Ärzte prophylaktisch Antibiotika verschreiben. Achten sie während dieser Zeit besonders auf Hygiene und verzichten sie auf Schminken.
  • UVA- und UVB-Schutz ist während der ersten zwei bis drei Monate nach dem Eingriff obligatorisch. Direkte Sonneneinstrahlung sollte während der ersten zwei Monate nach dem Eingriff vermieden werden. Planen sie nach Möglichkeit während des ersten halben Jahres nach dem Eingriff keine Urlaubreisen in sonnige Länder.
  • Verzichten sie auf starkes Rauchen um die Regeneration der Gesichtshaut zu unterstützen.
Ausruhen und Entspannen
Ruhe und Erholung tragen zur schnellen Gesundung bei

Risiken

Bei falscher Anwendung des Lasers besteht die Gefahr von gefährlichen Verbrennungen, die anschließend unter Bildung von bleibenden Narbengeschwulsten ausheilen. Dieses Risiko hängt vor allem von der Erfahrung des behandelnden Arztes ab.

Durch die Zerstörung der natürlichen Schutzbarriere Haut sind Infektionen die Hauptgefahren nach chemischem Peeling. Bakteriellen Infektionen versucht man oft durch prophylaktische Antibiotikaverabreichung zu vermeiden. Bei den viralen Infektionen ist besonders auf die Gefahr des Ausbruchs einer Herpesinfektion zu achten. Patienten die an akuten Herpesbläschen leiden dürfen nicht mit einem Laser-Peeling behandelt werden, ansonsten drohen bleibende Narben.

Durch ungleichmäßige Anwendung kann die Haut nach der Behandlung eine ungleichmäßige Pigmentierung aufweisen. Dieses Risiko besteht vor allem bei dunkleren Hauttypen. Eine erhöhte Gefahr für Pigmentflecken besteht auch wenn sich der Patient zu früh intensiver Sonneneinstrahlung aussetzt.

Arztwahl

Wie bereits bei den Risiken erwähnt, ist bei der Durchführung eines Laser-Peelings die Wahl eines erfahrenen Arztes entscheidend. Von ihm hängt es ab, zu entscheiden ob die Haut des Patienten überhaupt für eine Laserbehandlung geeignet ist und anschließend das passende Verfahren auszuwählen.

Gute Arztwahl ist wichtig

Hat der Arzt nicht genügend Routine in der Durchführung eines solchen Eingriffs, kann es schnell zu Verbrennungen und Narben kommen. Sehr gute Voraussetzung, gerade im Bezug auf die richtige Einschätzung des Hauttyps, bringen Fachärzte für Dermatologie mit. Bei entsprechender Erfahrung können jedoch natürlich auch Ärzte anderer Fachrichtungen gute Ergebnisse erzielen.

Holen sie sich auf jeden Fall eine zweite Meinung ein und lassen sie sich auch bzgl. Alternativen zum chemischen Peeling beraten.

Laser-Peeling Kosten

 Die Kosten für ein mitteltiefes Laser-Peeling betragen ab ca. 1.500 Euro. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht.

 

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist die Laserbehandlung schädlich für die Augen?

Augen und Zähne des Patienten werden während des Eingriffs mit Schutzdeckeln abgeschirmt. Eine Schädigung der Augen durch Laserstrahlen wird dadurch verhindert.

Können Laser-Peelings auch außerhalb des Gesichts angewendet werden?

Laser-Peelings finden hauptsächlich Anwendung im Gesichtsbereich. Für Peelings in anderen Körperbereichen bieten sich chemische Peelings an.

Kann das Laser-Peeling mit anderen Verfahren kombiniert werden?

Eine Kombination mit anderen Verfahren der plastischen Chirurgie ist möglich. So kann beispielsweise eine zusätzliche Faltenunterspritzung bzw. eine Vorbehandlung mit Botulinumtoxin sinnvoll sein. Fragen sie ihren Arzt nach sinnvollen Kombinationsmöglichkeiten.

Können mit einem Laser-Peeling auch Mimikfalten (z.B. „Lachfalten“) ausgeglichen werden?

Laser-Peelings beeinflussen lediglich die oberen Hautschichten. Mimikfalten können durch ein Laser-Peeling nicht ausgeglichen werden. Hierzu eignen sich andere Verfahren wie beispielsweise die Anwendung von Botulinumtoxin oder Faltenunterpolsterungen.

 

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