Multifokallinsen

CLE (Clear Lens Exchange oder Clear Lens Extraction) ist ein Verfahren zur Korrektur großer Fehlsichtigkeiten. Normalerweise erfolgt die Anwendung bei Kurzsichtigkeit von weit mehr als –10 dpt (oft werden –20 dpt als Limit genannt) oder mehr als +6 dpt (Weitsichtigkeit) und bei einer Linsentrübung, also bei Vorliegen des Grauen Star. Die eigenen Linsen werden dann […]

CLE (Clear Lens Exchange oder Clear Lens Extraction) ist ein Verfahren zur Korrektur großer Fehlsichtigkeiten. Normalerweise erfolgt die Anwendung bei Kurzsichtigkeit von weit mehr als –10 dpt (oft werden –20 dpt als Limit genannt) oder mehr als +6 dpt (Weitsichtigkeit) und bei einer Linsentrübung, also bei Vorliegen des Grauen Star. Die eigenen Linsen werden dann meist durch künstliche Multifokallinsen ersetzt. Mit den Standard-Laserkorrekturmethoden PRK, Lasek und Lasik ist eine Korrektur dieser großen Fehlsichtigkeiten zu riskant. Ebenfalls wird das CLE-Verfahren im Falle von Alterssichtigkeit angewendet.

Wir setzen hier Multifokallinsen quasi gleich mit der Methode zum Austausch der Linsen. Dies ist nicht ganz korrekt, denn bei CLE können auch andere Linsen eingesetzt werden und Multifokallinsen können auch bei anderen Methoden zum Einsatz kommen. Allerdings geht der Trend in Richtung Multifokallinsen als Standardlinse beim Linsentausch.

Alternativ zur CLE-Methode kommen bei hohen Fehlsichtigkeiten Linsenimplantate (Phake IOL in den Versionen ICL und Artisan), die zusätzlich zur eigenen Linse eingesetzt werden, und Bioptics (Kombination aus Linsenimplantaten und Lasik) in Frage, die gegenüber einem Linsenaustausch bevorzugt anzuwenden sind.

Der Linsenaustausch beim CLE-Verfahren lässt sich nicht mehr rückgängig machen, denn die natürliche Linse des Auges wird bei dem Eingriff zerstört und entfernt. Die dann eingesetzte Linse kann eine Multifokallinse sein (mit der Entfernung der Linse auch die Fähigkeit zum Scharfstellen des Auges verloren) oder eine andere Intraokularlinse. Zu beachten ist, dass Multifokallinsen auch zusätzlich zur bestehenden Linse eingesetzt werden können. Dies nennt man dann phase IOL; Informationen zur phaken IOL sind im entsprechenden Ratgeber zu finden.

Wann kommt der Linsentausch und das Einsetzen von Multifokallinsen in Frage?
  • Bei Vorliegen des Grauen Star
  • Bei extremer Fehlsichtigkeit (+6 dpt bei Weitsichtigkeit bis –20 dpt bei Kurzsichtigkeit)
  • Wenn die altersbedingte Fähigkeit des Auges, sich in der Nähe scharf zu stellen (Akkommodationsfähigkeit), bereits reduziert ist (Lesebrille notwendig)
  • Wenn andere Verfahren nicht möglich sind

Durch den Linsenaustausch geht grundsätzlich die Fähigkeit des Auges verloren, sich in der Nähe scharf zu stellen. Einen Ausgleich können dann Multifokallinsen schaffen. Dieser Eingriff wird als PRELEX (presbyopic lens exchange; Linsenaustausch bei Presbyopie) bezeichnet. Umgekehrt werden Multifokallinsen auch genutzt, um bei großer Altersweitsichtigkeit oder Alterssichtigkeit, also der starken Abhängigkeit von einer Lesebrille, Abhilfe zu schaffen.

CLE wurde bereits um 1950 herum experimentell in England eingesetzt. Später wurde der Eingriff im Falle des Grauen Stars verwendet, wenn die Linse also schon stark getrübt war. Es dauerte jedoch Jahrzehnte, bis die Technik für ästhetische Zwecke größere Verbreitung fand. Das Hauptproblem war das Material. Erst gegen Ende des letzten Jahrhunderts wurden Kunststoffe für die Linse und zur Vereinfachung des Eingriffs entwickelt, die flächendeckend verfügbar waren. Damit fand die Clear Lens Exchange Methode eine weitere Verbreitung. Heute ist anzunehmen, dass CLE weiter an Bedeutung gewinnen wird, denn es erweitert den Spielraum der Möglichkeiten gerade bei älteren Menschen sehr stark.

Alternativ wird CLE auch als refraktiver Linsenaustausch oder als RLE = refractive lens exchange bezeichnet.

Die Clear Lens Exchange Im Überblick

 Anwendung

  • Nur bei älteren Menschen ab 45 Jahre, wenn Fähigkeit, das Auge in der Nähe scharf zu stellen, bereits reduziert ist
  • Nur, wenn andere Verfahren nicht in Frage kommen
  • Bei Kurzsichtigkeit über –10 dpt, meist erst ab –20 dpt
  • Bei Weitsichtigkeit über +6 dpt

Wirkung

  • Teilweise sofort nach der Operation
  • Tragen einer Lesebrille wird notwendig, wenn keine Multifokallinsen eingesetzt wird
  • Ausheilung nach dem Eingriff innerhalb von 2 Wochen bis 3 Monaten, je nach Umfang des Einschnitts
  • Gesellschaftsfähig: Nach wenigen Tagen

Eingriff

  • Dauer: 30 Minuten
  • Betäubung: Narkose und / oder örtliche Betäubung durch Tropfanästhesie
  • Kein Krankenhausaufenthalt notwendig
  • Schmerzen: gering

Risiko

  • Normale postoperative Beschwerden, wie Rötungen, Brennen, Drücken für einige Tage nach dem Eingriff
  • Die eingesetzte Linse kann trotz vorheriger Messung nicht optimal sein, so dass ein erneuter Eingriff notwendig wird
  • Anfängliche Sehstörungen sind möglich, gehen aber im Regelfall von selbst wieder
  • Eintrübungen der Hornhaut oder der hinteren Linsenkapsel sind möglich und entsprechend zu behandeln
  • Netzhautablösungen, gerade bei Kurzsichtigkeit, sind wahrscheinlich und sind durch eine Laserbehandlung oder einen zweiten Eingriff zu beseitigen
  • Erfolgschancen sind hoch, genaue Zahlen können aber nicht angegeben werden; Studien sehen Erfolgschancen von über 90%, dass nach CLE keine Brille mehr getragen werden muss

Nachsorge

  • Nach dem Eingriff die Augen mit einem Verband schützen, 1 Tag
  • Alles vermeiden, was die Augen belasten könnte (reiben, Sonne, Wasser, usw.), für ca. 2 Wochen, und für mehrere Wochen keinen Druck auf die Augen ausüben
  • Autofahren, angestrengtes Arbeiten am Computer, längeres Lesen usw. vermeiden für einige Tage nach dem Eingriff
  • Augentropfen nehmen, um den Heilungsprozess zu unterstützen

Austausch und Einsetzen von Multifokallinsen oder Intraokularlinsen

Vor dem Eingriff sollten einige grundsätzliche Fragen geklärt werden. Dies muss in mindestens einem separaten Termin vor der Augen-OP geschehen.

Im CLE-Verfahren wird eine Kunststofflinse anstelle der natürlichen Linse eingesetzt. Die Eigenschaften der Kunststofflinse müssen vorab berechnet werden. Dazu muss das Auge vermessen werden, insbesondere die Krümmung der Hornhaut und die Länge des Auges. Manchmal wird auch die Tiefe der vorderen Linsenkapsel mit gemessen. Die Länge des Auges und die Tiefe der Linsenkammer wird entweder mit Ultraschall oder schwachen Laserlicht gemessen. Letztere Messart ist genauer und eine Berührung des Auges ist nicht notwendig. Die Messung mit Ultraschall legt gewisse Annahme über die Beschaffenheit des Auges zugrunde, die im individuellen Fall nicht exakt zutreffen müssen. Zudem muss das Auge berührt werden – die Gabe von Augentropfen zur Betäubung ist also notwendig.

Anhand der gemessenen Werte wird die Beschaffenheit der einzusetzenden Linse berechnet. Dies geschieht anhand von Standardverfahren. Da die dafür genutzten Standardwerte jedoch nicht für jeden Menschen zutreffen, kommt es immer wieder zu Abweichungen, die erst nach dem Eingriff offensichtlich werden. Dies tritt umso häufiger auf, umso fehlsichtiger der Patient ist. Schätzungen gehen hier von 5 bis 10% der Fälle aus, in denen die Sicht mehr als +/- 1 dpt vom Optimum abweicht. Die Gründe liegen in den verschiedenen Beschaffenheiten des Auges sowie der Lage der Linse nach dem Eingriff.

Wichtig zu klären ist die Frage, ob eine „einfache“ Linse oder eine Multifokallinse eingesetzt werden soll. Normalerweise wird nach dem Eingriff für das Lesen eine Lesebrille erforderlich. Dies kann durch das Einsetzen einer Multifokallinse vermieden werden. Allerdings wird die Nachtsicht dann leicht eingeschränkt. Daher ist die Multifokallinse je nach Beschäftigung des Patienten nicht optimal geeignet, z.B. bei Menschen, die viel Auto fahren.

Es ist anzuraten, bei der Behandlung beider Augen mindestens 14 Tage Abstand zu lassen. Besser sind 4 Wochen. Das Risiko eines simultanen Eingriffs ist zu hoch. Allerdings ist dann mit Problemen „in der Zwischenzeit“ zu rechnen, wenn ein Auge korrigiert wurde, das andere aber noch nicht. Typisch sind Schwindel und Doppelbilder. Zudem ist zu beachten, dass Sie zwischen den Augen-OPs nicht Auto fahren dürfen.

Vorteile der Multifokallinse
  • Nach der OP muss keine Lesebrille getragen werden
  • Das Tragen einer Brille kann komplett entfallen
Nachteile einer Multifokallinse
  • Die Nachtsicht wird etwas eingeschränkt, durch mögliche Spiegeleffekte

Der Eingriff: Einsetzen einer neuen Intraokularlinse

Als Vorbereitung auf den Eingriff beachten Sie folgende risikoreduzierende Maßnahmen:

  • Schminken Sie sich nicht am Tag des Eingriffs; legen Sie auch kein Parfum oder Eau de Toilette auf
  • Trinken Sie kein Alkohol und Rauchen Sie nicht für ein paar Tage vor dem Eingriff
  • Verwenden Sie keine blutgerinnenden Medikamente, wie z.B. Aspirin
  • Nehmen Sie sich ein paar Tage Urlaub, um nach dem Eingriff ausspannen zu können. Sie können nach dem Eingriff nur eingeschränkt am Straßenverkehr teilnehmen und sonstige, für die Augen intensive Tätigkeiten durchführen (z.B. Maschinenführung)

Der Eingriff kann unter lokaler Betäubung vorgenommen werden. Dann wird die Betäubung über Tropfen oder durch eine Spritze neben oder hinter den Augapfel  gegeben. Öfter wird jedoch unter Vollnarkose oder einer Kombination von Vollnarkose und lokaler Betäubung gearbeitet.

Vor dem Eingriff wird das Auge mit einer anti-bakteriellen Lösung gewaschen, um Infektionen vorzubeugen.

Der eigentliche Eingriff startet mit einem Schnitt im Randbereich der Hornhaut. Der Schnitt braucht normalerweise nicht mehr als 2 bis 3 mm zu betragen. Die natürliche Linse wird zerkleinert und durch den Spalt abgesaugt. Durch die vorherige Zerkleinerung genügt ein dünner Spalt. Die Zerkleinerung der Linse erfolgt in der Regel via Ultraschall. Der Vorgang wird auch Phakoemulsifikation genannt. In der Regel bleibt dabei die hintere Linsenkapsel erhalten, nur in Einzelfällen wird diese mit beschädigt.

Anschließend wird die neue Intraokularlinse eingeführt und in die Hinterkammer eingesetzt. Ist die hintere Linsenkapsel zerstört worden, wird die neue Linse in die Vorderkammer eingesetzt.

Es gibt mehrere Linsenarten, die eingesetzt werden können. Faltlinsen haben sich als praktikabel erwiesen, da dann der Schnitt nicht vergrößert werden muss und sich die Heilung beschleunigt. Faltlinsen entfalten sich innerhalb weniger Minuten nach dem Einsetzen. Alle Linsen sind sofort funktionsfähig.

Der Schnitt wird in der Regel nicht genäht, da er sehr klein ist und von alleine korrekt wieder zuwächst.

Nachsorge nach dem Tausch und Einsetzen einer Multifokallinse oder Intarokularlinse

Nach einer ambulanten Operation sollten Sie sich von einer Begleitperson nach Hause bringen lassen. Sie sind nicht verkehrstüchtig. Außerdem sollten Sie folgende weitere Verhaltensregeln beachten, um den Behandlungserfolg zu sichern:

  • Nach dem Eingriff sollten Sie das Auge durch einen Verband schützen (diesen wird Ihr Arzt anlegen)
  • Reiben Sie sich nicht in den Augen (möglichst lange) und üben Sie keinen Druck aus (mehrere Wochen)
  • Vermeiden Sie Wasser im operierten Auge, ca. 1 Woche lang; achten Sie besonders beim Waschen darauf, nicht die üblichen Rituale durchzuführen
  • Nicht schminken um die Augen herum, um einem Hereinlaufen der Schminke vorzubeugen, ca. 1 Woche
  • Keine besonderen körperlichen Anstrengungen unternehmen, ca. 2 Wochen
  • Nicht in die Sauna gehen, ca. 2 Wochen
  • Verzichten Sie für einige Tage (3 bis 5) auf für das Auge anstrengende Tätigkeiten wie Auto fahren, lesen
  • Lassen Sie beide Augen machen, beachten Sie, dass Sie in der Zwischenzeit nicht Auto fahren dürfen
  • Nehmen Sie vom Arzt verschriebene Augentropfen, um den Heilungsprozess zu unterstützen bzw. Entzündungen vorzubeugen.

Ihr Arzt wird mit Ihnen weitere Termine zur Nachsorge vereinbaren, um den Heilungsverlauf und den Behandlungserfolg zu beurteilen und mögliche steuernde Maßnahmen einzuleiten. Treten Probleme auf, wie z.B. Schmerzen im Auge oder Kopfschmerzen, starke Sehveränderungen, Rötungen des Auges, Fieber, kontaktieren Sie Ihren Arzt.

Grundsätzlich sollten Sie einmal jährlich zur Nachuntersuchung bei Ihrem Arzt gehen, um Langzeitschäden zu erkennen.

Risiko und Nebenwirkungen beim Linsentausch

Insbesondere, wenn der CLE-Eingriff unter Vollnarkose durchgeführt wird, bestehen die normalen Risiken der Anästhesie. Diese treten äußerst selten ein und meist bei älteren, mit Herz-Kreislaufproblemen vorbelasteten Menschen.

Trotz genauer Vermessung der Augen vorab (zur Vorbereitung wird die Krümmung der Hornhaut, die Länge des Auges sowie manchmal die Tiefe der vorderen Augenkammer gemessen) kann in Einzelfällen die Linse die Ursache für Abweichungen vom Optimum sein. Die exakte Beschaffenheit der Kunststofflinse wird anhand der individuellen Messergebnisse über eine Standardformel berechnet, die im Einzelfall falsch sein kann. Dann kann ein erneuter Eingriff oder alternativ das Tragen einer leichten Brille helfen. Vorab kann dieses Risiko kaum weiter minimiert werden. Neueste Linsen-Entwicklungen können hier eine Lösung bringen: Es gibt erste anpassbare Linsenimplantate, die später nach dem Einbringen durch ultraviolettes Licht angepasst werden können.

Nach dem Eingriff können normale postoperative Beschwerden auftreten, z.B. allgemeine Schmerzen in Form von Drücken oder Brennen. Diese gehen im Regelfall nach einigen Tagen weg. Augentropfen lindern die Schmerzen. Sehschwankungen, Nachtsichtbeschwerden oder Blendungen treten selten auf. In seltenen Fällen, wenn die Beschwerden länger andauern, kann bei den oben genannten Fällen ein Austausch der Linse erforderlich sein.

In einigen Fällen kann es nach der CLE-Augen-OP zu Sehstörungen aufgrund der Schwellung der Netzhautmitte kommen. Im Normalfall klingt diese von selbst wieder ab oder kann medikamentös behandelt werden. In seltenen Fällen wird nochmal ein operativer Eingriff notwendig.

Allergische Reaktionen sind sehr selten. Juckreiz, Rötungen und Hautausschlag sind unangenehm, klingen aber oft von selbst wieder ab. In seltenen Fällen wird die eingesetzte Linse nicht vertragen, was einen Austausch erfordert. Stärkere allergische Reaktionen (z.B. auf Herz-Kreislauf) fordern regelmäßig ein sofortiges Handeln.

Entzündungen nach CLE-Eingriffen sind selten. In den meisten Fällen beruhen sie auf einer Abwehrreaktion des Körpers und Führen zu einer Entzündung der Hornhaut. Diese Entzündung ist schmerzlos und in der Regel gut mit einer Tropftherapie zu behandeln, da es sich nicht um eine Infektion handelt. In sehr seltenen Fällen kommt es zu einer bakteriellen Infektion. Die Bakterien kommen dabei meist von der Oberfläche des Auges selbst. Diese Infektion lässt sich nur durch eine erneute Operation mit Spülungen des Hornhautscheibchens behandeln. Generell sind Infektionen im Auge eine ernste Angelegenheit und es gilt schnell zu handeln, wenn Ihr Auge rot und schmerzhaft wird und sich Ihr Sehvermögen stark verschlechtert.

Netzhautablösungen sind, gerade bei Kurzsichtigkeit, relativ wahrscheinlich (zwischen 5 und 10% aller Fälle bei Kurzsichtigkeit, ca. 1% bei Weitsichtigkeit). Die Netzhautablösung kann durch einen Lasereingriff oder eine weitere Operation behoben werden.

In seltenen Fällen kann auch die hintere Linsenkapsel beschädigt werden, so dass es zu einem Glaskörpervorfall kommt. Wird dies während der Operation gemerkt, wird dies direkt behoben. Ansonsten ist ein zweiter Eingriff notwendig.

Es kann zu Kapselfibrose (Eintrübung) der hinteren Linsenkapsel kommen, wenn diese nicht mit der natürlichen Linse entfernt wurde. Dann wird eine einfache Laserbehandlung von der Dauer weniger Minuten mit einem sogenannten YAG-Laser notwendig. In seltenen Fällen kann sich auch die Hornhaut eintrüben, was eine Behandlung durch Tropfen oder Salben nach sich zieht.

In einigen Fällen kann sich kurzzeitig der Augeninnendruck erhöhen. Dem kann mit Medikamenten vorgebeugt werden.

Die Erfolgschancen in Summe sind hoch. Bei Korrekturen nach CLE braucht in über 90% der Fälle keine Brille mehr für die Ferne getragen werden. Dabei ist es egal, ob Multifokallinsen oder andere Intraokularlinsen eingesetzt werden.

Kosten für das Einsetzen einer neuen Multifokallinse

CLE kommt vor allem dann in Frage, wenn bereits Zustände wie bei einer Vorstufe zum Grauen Star vorliegen. Eingriffe zur Behebung des Grauen Star werden in der Regel von den Krankenkassen getragen. Es ist oft eine Darstellungsfrage, ob es sich um einen medizinisch notwendigen Eingriff oder einen ästhetischen Eingriff handelt. Rein aus ästhetischen Gründen ist das CLE-Verfahren jedoch mit Vorsicht zu genießen, denn es nicht rückgängig zu machen. Eine gewisse medizinische Notwendigkeit kann also immer unterstellt werden.

Pro Auge müssen Sie bei einem Linsenaustausch und dem Einsetzen einer Multifokallinse von 2.000 Euro aufwärts pro Auge ausgehen.

Häufige Fragen zur Clear Lens Exchange

Wann kommt CLE für mich in Frage?

CLE kommt nur in Frage, wenn alle anderen Verfahren nicht möglich sind. Sie verlieren Ihre natürliche Linse. Dies ist nicht rückgängig machbar. Bei den anderen Verfahren behalten Sie Ihre natürliche Linse.

Soll ich mir eine Multifokallinse einsetzen lassen?

Hierbei kommt es vor allem auf Ihre Gewohnheiten und Ihre Verpflichtungen an. Insbesondere die Nachtsicht wird bei Multifokallinsen eingeschränkt; wer also nachts viel unterwegs ist – insbesondere mit dem Auto – sollte von Multifokallinsen Abstand nehmen.

Soll ich mir beide Augen auf einmal machen lassen?

Nein, bei der CLE sollten Sie mindestens zwei Wochen Abstand zwischen beiden Augen lassen, besser 4 Wochen – auch wenn dies, aufgrund der starken Fehlsichtigkeit (die nach dem ersten Eingriff nur auf einem Auge besteht) in der Zwischenzeit zu Schwindel und Doppelsehen führen kann. Dazu ist das Risiko bei einer CLE zu hoch.

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