Profilplastik

Die Profilplastik wird angewandt bei denen, die ihr Gesicht als zu unscheinbar, klein oder nicht markant genug betrachten oder aber bei Menschen, die auf Grund gesundheitlicher oder genetische Ausgangslage keine besonders markanten Gesichtszüge aufweisen. Gerade die Kinnkorrektur ist ein recht beliebter Eingriff. Ob Kinn, Kieferwinkel, Stirn oder andere Bereiche des Gesichtes, Profilplastiken werden bereits beliebig […]

Die Profilplastik wird angewandt bei denen, die ihr Gesicht als zu unscheinbar, klein oder nicht markant genug betrachten oder aber bei Menschen, die auf Grund gesundheitlicher oder genetische Ausgangslage keine besonders markanten Gesichtszüge aufweisen. Gerade die Kinnkorrektur ist ein recht beliebter Eingriff.

Ob Kinn, Kieferwinkel, Stirn oder andere Bereiche des Gesichtes, Profilplastiken werden bereits beliebig angewandt und so existieren auch die verschiedensten Materialien, Implantate der verschiedensten Formen, Größen oder Rohmaterialien zum individuellen Formen.

Frau mit schlanker Nase im Profil

Diese Implantate sollen als zusätzliche „Bausteine“ z.B. die Knochenpartien der Wange vergrößern und durch ihre Auflage unter der Haut den Bereich nach außen hin dominierender erscheinen lassen. Gesprochen wird von der Aufpolsterung des Jochbeins. Eventuell vorhandene Abweichungen beider Gesichtshälften können zusätzlich ausgeglichen werden.

Die Profilplastik im Überblick

Wir beziehen uns hier insbesondere auf eine Profilplastik der Wange. Je nach Eingriffsstelle (Kinn, Stirn, etc.) können die Gegebenheiten leicht abweichen.

Wirkung

  • Haltbarkeit: Feste Implantate: dauerhaft bei guter Akzeptanz des Körpers, Implantat-Injektionen: von 6 Monate bis 5 Jahre
  • Wirkung: Feste Implantate: Endergebnis nach wenigen Tagen bis zu 1 Jahr, Implantat-Injektionen: nach wenigen Tagen
  • Gesellschaftsfähig: 4-7 Tage (eventuell noch Schwellungen)
  • Narben: bei festen Implantaten versteckt; bei Implantat-Injektion: keine

Eingriff

  • Dauer: Feste Implantate: 45 min.- 2,5 Std.; Implantat-Injektion: ca. 30 min.
  • Betäubung: Feste Implantate: Vollnarkose oder Lokalanästhesie („Dämmerschlaf“); Implantat-Injektion: Lokalanästhesie
  • Klinikübernachtungen: nur bei Vollnarkose (1 bis wenige Tage)
  • Schmerzen: in den ersten Tagen stärker möglich

Risiken

  • Probleme nach der OP: Schwellungen, Blutergüsse, Nervenstörungen im Gesichtsfeld, Druckgefühl
  • Ästhetisch unerwünschte Resultate
  • Allgemeine Operationsrisiken
  • Sonstige Risiken: Nachblutungen, Verrutschen von Implantaten, Infektion, etc.

Kosten Profilplastik

  • Die Kosten schwanken bei dieser Art der Eingriffe sehr
  • Feste Implantate: 2.000 bis 4.000 Euro
  • Implantat-Injektion: ca. 250 bis 400 Euro
  • Implantate- Unterspritzung: Ab 300 Euro, bei Eigenfett ab ca. 600 bis 2.000 Euro

Planung

Der Arzt wird in einem Beratungsgespräch Vermessungen Ihres Gesichtes vornehmen. Er wird die Gestaltung Ihrer Gesichtsknochen betrachten. Dies ist für den späteren Eingriff und die Wahl verschiedener Materialien wichtig. Teilen Sie ihm an dieser Stelle ihre Vorstellungen von einem für Sie guten Ergebnis mit. Es ist von großer Bedeutung für die Wahl der entsprechenden Materialien, in wie weit Sie eine Veränderung wünschen.

Klarer Blick, glatte Haut
Ein gleichförmiges Gesichtsprofil wirkt angenehm

Unter diesen Voraussetzungen kann der Arzt dann mögliche Behandlungsmethoden, angepasst auf Ihren Fall, vielleicht sogar schon ausschließen oder aber empfehlen.

Vor allem muss die Wahl fallen zwischen einer dauerhaften, aber auch operativen Maßnahme mittels festen Implantaten oder aber einer Unterspritzung von Implantaten in flüssigem bis viskösem (zähflüssig) Zustand. Nicht zuletzt spielt die finanzielle Komponente sicherlich eine gewisse Rolle.

Eventuell ist mit Computeranimation bereits virtuell ein mögliches Ergebnis darstellbar. Dafür werden Aufnahmen von Ihnen gemacht.

Einige Ärzte haben Modelle der verschiedenen Implantate als Muster für ihre Patienten. Ausgewählte Materialien können Sie sich zeigen lassen um sich damit vertraut zu machen und es einfach einmal zu betasten. Nutzen sie diese Möglichkeit. Es ist immer hilfreich selbst gut informiert zu sein. Schließlich sollte solch ein Eingriff, auch wenn man diesen rückgängig machen kann, gut durchdacht sein.

Den Zeitpunkt sollten Sie so legen, dass sie mindestens 7 Tage nach dem Eingriff Ruhe haben und im besten Fall lediglich für die Nachsorge-Behandlungen aus dem Haus müssen. Eine Profilplastik ist, je nach Durchführungsform eine anspruchsvoller Eingriff der plastischen Chirurgie, ähnlich einem Facelifting oder einer Brustvergrößerung.

Der Ablauf der Profilplastik

Sie sollten sich gut auf diese Schönheits-OP vorbereiten. Folgende Maßnahmen wenige Stunden vor dem Eingriff sollten Sie unbedingt beachten:

  • Kein Nikotin- und Alkoholkonsum, Keine Nahrungszunahme bei Vollnarkose
  • Rechtzeitige Absetzung von Blut verdünnenden Medikamenten (beispielsweise Aspirin)
  • Ihr Arzt oder der Anästhesist wird mit Ihnen diese Themen ausführlich besprechen.

Spritzen sind nicht schlimmDie Operationen unter Verwendung von festen Implantaten werden entweder per Vollnarkose oder Lokalanästesie durchgeführt. Die Implantate mittels Spritze brauchen dagegen nur eine Lokalanästhesie.     

Im Beratungsgespräch werden Sie sich gemeinsam mit Ihrem Chirurgen für einen bestimmten Eingriff entschieden haben. Grundsätzlich hat man die Wahl zwischen festen Implantaten, die einer operativen Einführung in den Körper bedürfen, und „Implantaten“, die ohne Operation mit einer Spritze per Injektion zu den entsprechenden Stellen gebracht werden.

Aufbau der Wange mittels Einführung per Spritze

In diesem Fall wird der Bereich des Eingriffes betäubt, sodass Sie von der eigentlichen Spritze, mit der das Material in Ihre Wange gebracht wird, kaum etwas spüren werden.

Ganz gleich welches Material bei Ihnen angewandt wird, im nächsten Schritt wird es nach der Einbringung von außen vom Arzt modelliert, im dem er es mit den Fingern so formt, dass ein gewünschtes Ergebnis erzielt wird. Letztendlich soll das Ergebnis nach er Operation nicht unnatürlich wirken.

Nachfolgende Materialien sind einige der Gängigsten:

Material
Beschreibung
Eigenfett
Bei dieser Methode wird Ihnen an einer anderen Körperpartie Fett entnommen, um damit ihre Wange aufzubauen. Die Haltbarkeit ist bei dieser Methode am Geringsten mit ca. 6 Monaten, dann können sie diesen Eingriff wiederholen. Vorteil ist: Sie brauchen nicht mit allergischen Reaktionen oder Abstoßreaktionen Ihres Körpers rechnen, da es sich ja in dem Fall nicht um Fremdkörpermaterial handelt.

Kollagen
Die Basis ist Rinderkollagen, dass entsprechend bearbeitet wird. Diese Behandlung muss ca. alle 1-2 Jahre (von Typ zu Typ unterschiedlich) wiederholt werden.

Bioalcamid
Dieses Material besteht zu 96 % aus Wasser und 4% Alkyl-Imin-Gruppen (chemische Verbindung). Der Körper wird auf die Einschleusung des Materials mit einer Einkapselung durch eigenes Gewebe reagieren. Die Haltbarkeit dieser Methode ist unterschiedlich aber sie beträgt mindestens fünf Jahre. Sollte es in diesem Fall einmal dazu kommen, dass Sie den Eingriff rückgängig machen wollen, so ist das bei dieser Methode bis zu ca. zwei Jahre nach Einführung des Mittels möglich.

Restylane-Sub-Q / Hyaluronsäure
Dieses Material besteht aus Hyaluronsäure, die im Körper als natürlicher Stoff vorkommt. In diesem Fall ist es hochvernetzt und erzeugt eine Haltbarkeit des Aufbaus von bis zu 1,5 Jahren. Es handelt sich um einen Stoff, den der Körper allmählich abbaut.

 

Aufbau der Wange mittels Implantate

Je nach Patient, Art der Operation oder anderen Kriterien wird Ihr Arzt sich entweder zu einer Vollnarkose oder Lokalanästesie entscheiden. Über verschiedene Stellen ist ein Zugang zum Bereich der Wange möglich.

  1. Häufig werden die Implantate über einen Schnitt im Inneren des Mundes an der oberen Mundschleimhaut in den Bereich der Wange geschoben. Eine Narbe durch den Schnitt ist somit später nicht sichtbar.
  2. Es besteht aber auch der Zugang über einen Schnitt im Bereich des Unterlids und der Schläfe. Bei Letzterem wählt man Stellen, die später durch Haarwuchs verdeckt werden, um mögliche Narben zu verstecken. Nach dem Schaffen eines ersten Zuganges im Bereich des Jochbeins wird nun der Knochen von Muskeln und Haut getrennt. Ein dadurch geschaffener freier Platz ist wichtig zum Einsetzen des Implantates. Diese gibt es bereits in verschiedenen Formen und Größen für unterschiedliche Wünsche bzw. individuellen Formungen des Jochbeins angepasst. Konturdifferenzen können gut ausgeglichen werden. Der Eingriff ist umkehrbar.

Der Eingriff dauert je nach Operationsmethode und Implantat zwischen 45 Minuten bis 2,5 Stunden.

Nachfolgende Implantat-Materialien sind gängig:

Material
Beschreibung
Silikon
Dies ist eines der häufigsten Implantate. Sie sind dem menschlichen Gesicht anatomisch nachgeformt und können in der passenden Größe und Form an die richtige Position gebracht werden.

Körpereigener Knochen oder Knorpel
Auch in diesem Fall wird wie bei der Eigenfett-Unterspritzung mit körpereigenem Material gearbeitet. Dies verhindert allergische Reaktionen oder Abstoßreaktionen.

Polyethylen
Die porösen Kunststoffimplantate werden während der Operation in die passende Form gearbeitet. Mit Hilfe von einem Wasserbad wird das Material bei bestimmten Temperaturen biegsam und kann dadurch verändert werden. Bei richtiger Form und Lage wird das Ganze mit Hilfe von Titan-Schrauben in dieser Position befestigt. In diese Kunststoffimplantate kann der Körper später auch mit seinem Gewebe einwachsen. Die Schrauben machen keinerlei Komplikationen für den Körper.

PTFE / Goretex
Die Abkürzung steht für Polytetrafluorethylen. Dieses, in dünnen Schichten, bildet Goretex. Die Poren sind sehr klein. Auch Goretex findet auf Grund seiner Eigenschaften bei zahlreichen kosmetischen und ästethisch-plastischen Eingriffen Anwendung.

Nachsorge

Während nach der örtlichen Betäubung bzw. einem sogenannten Dämmerschlaf der Patient am selben Tag noch nach Hause gehen kann, wird nach einer Vollnarkose häufig eine Nacht im Krankenhaus empfohlen. Schmerzen in den ersten Stunden nach der Operation sind völlig normal.

Ausruhen und Entspannen
Nach dem Eingriff sollten Sie sich für eine längere Zeit entspannen

Eine Nachsorge nach einer Implantation wird in jedem Fall stattfinden. Folgende Dinge sollten Sie zu einem guten Heilungsverlauf beachten:

  • Sie erhalten eine Antibiotika-Therapie als Vorbeugemaßnahme
  • Kopf-Hochlagerung in den ersten Stunden nach der OP
  • Je nach Material sollte man in den ersten Woche ein Pflaster tragen, das über Nacht auf die Haut im Bereich des Implantates geklebt wird und das Gewebe stabilisiert.
  • Schonen Sie Ihre Wangenpartie möglichst, keine Gesichtsgymnastik oder ausgeprägte Mimik, wenig sprechen.
  • Bei Schnittführung an der Mundschleimhaut ist regelmäßige Mundhygiene wichtig, um einer Entzündung im Bereich des Eingriffes vorzubeugen
  • Legen sie sich ein Kühlelement von außen auf die Wange.
  • Fäden ziehen nach ca. 10 Tagen, wenn kein Faden gewählt wurde, der sich von selbst auflöst
  • Ca. 12 Tage möglichst zu Hause bleiben
  • In den ersten 3-4 Wochen sollten Sie Sauna, Solarium und Sport meiden.

Risiken

Neben den üblichen Risiken von Eingriffen und Narkosen, kann es bei den Implantaten zu folgenden Nachwirkungen kommen:

  • Schwellungen, blaue Flecken ( meist in den nächsten Tagen wieder am Abklingen)
  • Taubheitsgefühle (u.U. bis zu 3 Monate)
  • Schmerzen, Nachblutungen
  • Infektionen (die eine eventuelle Entfernung des Implantates nötig machen)
  • Implantate können sich verschieben und dabei gegebenenfalls Nerven beschädigen
  • Silikon kann in seltenen Fällen seine Form noch verändern, da es nicht mit Schrauben fixiert wird.

Arztwahl

Primäre Ansprechpartner sind vor allem die folgenden Spezialisten:

Wichtig ist immer ein guter und wohlfühlender Eindruck beim Beratungsgespräch. Es sollte eine ausreichende Zeit dauern, sodass Sie die Möglichkeit haben, alle Ihre Fragen zu klären. So gewinnen Sie auch einen kompetenteren Eindruck vom Arzt.

Plastischer Chirurg

Lassen Sie sich Muster zeigen von Vorher- Nachher-Bildern und auch von verschiedenen Materialien, die als Implantate in Frage kommen. Eine zusätzliche Informationssammlung im Internet, Büchern, Fachzeitschriften kann nie verkehrt sein.

Kosten der Profilpastik

Die Kosten einer Profilplastik schwanken, je nach Art des Implantats und damit der exakten Durchführung der Schönheits-OP:

  • Feste Implantate: 2.000 bis 4.000 Euro
  • Implantat-Injektion: ca. 250 bis 400 Euro, bei Eigenfett ab ca. 600 bis 2.000 Euro

Die Kosten werden nicht durch die Krankenkassen übernommen, wenn die Notwendigkeit nicht bspw. aufgrund von Unfällen herrührt.

Häufige Fragen (FAQ)

Woher weiß ich welches Material für mich das Beste ist?

Das wird ihr Arzt mit Ihnen besprechen. Viele Ärzte haben sich auf einige Materialien spezialisiert und bereits viel Erfahrung damit gemacht und Sie werden sich entsprechend gut damit auskennen.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

In der Regel werden Kosten der Schönheitsoperation nie von der Krankenkasse übernommen, da es sich hier um ein mehr oder weniger freiwilligen Eingriff handelt. Anders sieht es aus bei Fällen nach traumatischen Erlebnissen, Unfällen die eine „Entstellung“ bzw. optische Veränderung mit sich gebracht haben oder aber angeborene, nicht natürliche Körpergegebenheiten.

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