Roboter-Bausatz

Ein Roboter-Bausatz fördert die Kreativität und unterstützt zudem das Verständnis für die Robotik allgemein. Es gibt zahlreiche Anbieter, deren Qualität jedoch ganz erheblich schwankt. Wir zeigen in unserem Ratgeber, worauf es ankommt.

Produkt
Vielfältig
LEGO Mindstorms 31313 - EV3
guter Einstieg
LEGO 17101 Kreativer Wergzeugkasten
UBTech Jimu AstroBot Kit Roboter
Preis / Leistung
ELEGOO Smart Robot Car Kit V3.0
KOSMOS 620400 - Roboter-Master
gut
1,8
gut
2,2
gut
2,3
befriedigend
3,1
befriedigend
3,5
Angebot
Angebot
Angebot
Angebot
Angebot
Angebot
Bauform5 vers. Robots, mit und ohne Räder5 vers. Robots, mit und ohne Räder3 vers. Robots, mit und ohne RäderAuto8 verschiedene Laufroboter
PlattformLegoLego BoostBlockly CodeArduinoeigene
Einfache Programmierung
Programmierung Möglichkeiten
Softwarevia Internetvia Internetvia Internetvia Internetvia Internet
Nutzung
SensorenHindernisse, Farbe, BerührungHindernisse, Farbe, NeigungHindernisseHindernisse, Linien-ErkennungHindernisse
Motoren33512
SteuerungApp & Infrarot-FernbedienungAppAppApp & Infrarot-FernbedienungApp
AppiOS & AndroidiOS & AndroidiOS & AndroidiOS & AndroidiOS & Android
Aufbau
Doku vorhanden
SpracheDeutschDeutschDeutschDeutschDeutsch
Zusammenbau
InfoLego StandardLego Standardeinfacheinfach, mit ein paar Problemenok, aber Bau neuer Modelle dann eher schwergängig
Batterien enthalten
Gesamt
Vorteile
  • Viele Teile
  • viele Möglichkeiten
  • Viele Möglichkeiten
    • Preiswert
    • vielfältig
      Nachteile
      • teuer
        • wenige Sensoren
        • App nicht gut
        • Individuelle Programmierung anspruchsvoll
        • Bauteile schwergängig
        • wenige Sensoren

        Wer seinen Spieleroboter individuell gestalten und bauen möchte, ist bei einem Roboter-Bausatz gut aufgehoben. Meist können hier mehrere vorgegebene Modelle realisiert werden und darüber hinaus auch weitere, kreative Roboter entwickelt werden. Auch die Lego-Roboter fallen in diese Kategorie. Vor dem Kauf sollte man sich aber genau über die Möglichkeiten informieren.

        Anders als bei vorgefertigten Robotern für Kinder haben Sie bei einem Roboter-Bausatz mehr Gestaltungsfreiheit. Dies verspricht mehr Spielspaß. Wer seinen älteren Kindern, ab ca. 10 Jahren, etwas kaufen möchte, sollte auch einen Roboter-Bausatz ins Auge fassen.

        Mit den Baukästen verschaffen Sie Ihren Kindern gleich mehrfach Spaß: Beim Aufbauen sowie beim Auseinander- und wieder neu Aufbauen, beim Programmieren des jeweiligen Roboters sowie beim Spielen mit dem Robot. Das können die anderen Spieleroboter meist nicht leisten. Dafür sind aber gerade die programmierbaren Spieleroboter oft mit mehr Inhalt in Form von Sensoren, Motoren und fertigen Programmen bestückt.

        Grundsätzlich muss man sich also vorher entscheiden, in welche Richtung man möchte: Einfaches Kennenlernen von Robotern, ein Heranführen an die Programmierung und / oder die Möglichkeit, eigene Robots selbst zu bauen und zu programmieren.

        Wichtigste Kaufkriterien Roboter Bausatz
        • Art der Steuerung: Welche Möglichkeiten stehen hier zur Verfügung
        • Art und Zahl der Sensoren und Motoren: Nur so wird der Roboter Bausatz wirklich interaktiv
        • Zahl der realisierbaren Formen: Je mehr, umso mehr verschiedene Roboter können erstellt werden

        Vielfalt der Formen im Roboter-Bausatz

        Roboter können verschiedene Formen haben und damit auch ganz unterschiedlichen Spielspaß bedienen: Ein Auto kann schnell fahren, ein eher humanoider Roboter kann ggfs. Dinge greifen und transportieren. Je mehr Vielfalt der Baukasten bietet, umso besser ist dies für die Kreativität und auch den Lerneffekt der Kinder. Wenn, wie meist beim Lego-Roboter, noch mehr Bauteile zur Verfügung stehen, ist das umso besser.

        Enthaltene Sensoren und Motoren

        Der Roboter wird nur das können, was ihm die mitgelieferten Sensoren und Motoren ermöglichen. Wird nur ein Motor mitgeliefert, wird der Roboter evtl. nur fahren können, niemals aber zwei Arme getrennt bewegen können. Dies heißt: Je mehr Motoren, umso besser. Meist sind aber nur einer oder zwei Motoren im Roboter-Bausatz enthalten.

        Das gleiche gilt für Sensoren, die dem Roboter die Möglichkeit geben, auf seine Umwelt zu reagieren. Zu nennen sind hier:

        1. Ultraschall-Sensoren, mit denen Hindernisse oder Bewegungen erkannt werden können.
        2. Infrarot-Sensoren, die ähnlich wie Ultraschall-Sensoren nutzbar sind und auch Signale einer Fernsteuerung empfangen können.
        3. Geräusch-Sensoren, die Sprache oder andere Geräusche aufnehmen können
        4. Farbsensoren, die Farben aufgrund der Wellenlänge des Lichts erkennen.

        Viele der angebotenen Baukästen haben drei Sensor-Typen an Bord, wobei meist entweder ein Ultraschall-Sensor oder ein Infrarotsensor vorhanden ist.

        Es sind gerade die Sensoren, die die Interaktionsfähigkeit Ihres Roboters bestimmen und damit auch entscheiden, ob sich der Kauf des Roboter-Baukastens lohnt. Die Lego-Roboter liegen in dieser Kategorie recht weit vorne.

        Steuerung

        Natürlich will man die Roboter auch steuern können. Entweder geschieht dies über Programme, anhand derer der Robot auf Befehle reagiert, wie zum Beispiel Sprache. Oder man kann den Robot auch direkt steuern. Die meisten Baukästen lassen eine Steuerung via App zu, in seltenen Fällen wird auch eine Fernsteuerung mitgeliefert. Im Gegensatz zu einem ferngesteuerten Auto können aber mehr oder andersartige Befehle an den Roboter weiter gegeben werden.

        Roboter Spielzeug ist ein tolles Geschenk
        Wall-E kann sich allein bewegen. Die Baukästen Roboter müssen gesteuert werden

        Kompatibilität

        Natürlich ist es gut, wenn mit dem gekauften Baukasten nicht Schluss ist, sondern sich andere Teile oder gar Programmcodes ebenfalls nutzen lassen. Gerade betreffend die Teile sind Lego-Roboter ganz vorne, da auch andere Legoteile mit verwendet werden können. Da haben die anderen Angebote etwas gar nichts oder deutlich weniger zu bieten.

        Zusätzliche Programmcodes, die ggfs. dem Roboter neues Leben einhauchen, sind dagegen noch kaum verbreitet. Sie müssten sich ja auch auf den jeweiligen gebauten Roboter beziehen, um Sinn zu machen. Vielleicht ist dies aber die Zukunft, dass man später neue Möglichkeiten der bereits gekauften Teile freischalten kann.

        Dokumentation & Sprache

        Wichtig ist natürlich das Vorhandensein von Dokumentationen zum Zusammenbau und zur Inbetriebnahme. Wichtig ist ebenfalls, dass diese Informationen in Deutsch vorliegen, damit Ihr Kind auch in der Lage ist, damit zu arbeiten.

        Wenn ein Sprachsensor vorhanden ist, sollte dieser natürlich auch die Sprache Deutsch verstehen können und nicht nur Englisch können. Dies ist bei vielen anderen Baukästen, die hier nicht vorgestellt wurden, nicht der Fall.

        Verschiedene Plattformen vorhanden

        Die Grundlogik und die Möglichkeit der Programmierung hängen von der Plattform ab, auf der der Robot aufsetzt. Es gibt mittlerweile eine Reihe derartiger Plattformen und auch einige Mischformen. Zu nennen sind aktuell:

        • Rasperry Pi
        • Arduino
        • Nanode
        • BeagleBone
        • Hersteller-eigene, die teilweise auf den oben genannten Plattformen aufbauen.

        Tatsächlich ist es beim Kauf eines Roboter-Bausatzes für Kinder nicht ganz so wichtig, auf welcher Plattform der Baukasten aufsetzt. Wichtig ist die konkrete Umsetzung; ein direktes Programmieren in den zugrunde-liegenden Programmiersprachen ist zunächst ohnehin zu komplex.

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