Haushaltsbücher helfen, den Überblick zu behalten. Wer Papier nicht mag, hat als bessere Alternative die Haushaltsbuch-Apps. In unserem Test haben wir die besten Haushaltsbücher genauer untersucht.
Um den Überblick über die eigenen Finanzen zu behalten, wurde früher ein Haushaltsbuch geführt. Im digitalen Zeitalter sind nun Haushaltsbuch Apps an diese Stelle getreten. Sie geben einen schnellen Überblick und eine Kontrolle über die eigenen Finanzen und tragen dazu bei, dass am Ende des Monats noch Geld übrig ist. 10 dieser hilfreichen Haushaltsplaner-Apps wurden nun von unserem Partner DtGV einem detaillierten Test unterzogen.
Die digitale Form des Haushaltsbuches ist vorteilhaft, weil man die eigenen Finanzen besser kategorisieren und auswerten kann. Das kann man natürlich auch mit Excel erreichen. Aber als App hat man den praktischen Haushaltsplaner eben immer dabei, um alle Ausgaben exakt notieren zu können. Mit der Ausgabendisziplin – weil Ausgabentransparenz – steht es dann deutlich besser.
Vorteile von Haushaltsbuch Apps
Immer dabei, um alle Ausgaben zu notieren
Automatische Zusammenrechnung von Einnahmen und Ausgaben
Schnelle Übersicht
Zahlreiche weitere Funktionen wie Reminder
Detaillierter Test der Haushaltsbuch Apps
Im Test der DtGV – Deutsche Gesellschaft von Verbraucherstudien 2018 wurden diverse Haushaltsplaner Apps, die meist nur in der Android-Version verfügbar sind, genauer getestet: Im Test waren 10 dieser sehr praktischen Alltagshelfer. Die Auswahl wurde bestimmt durch den inhaltlichen Schwerpunkt der Apps. Ebenfalls wurden nur Apps untersucht, die einen deutschen Betreiber haben. Im Test wurden die folgenden Haushaltsbuch-Apps genau unter die Lupe genommen:
Ausgaben Erfassen von Treffer Technologies
Das Haushaltsbuch von GEBWare
Finanzchecker der Sparkassen von 11com7 design & media GmbH
Haushaltsbuch MoneyControl von Priotecs IT GmbH
Haushaltsbuch von Andreas Ewert / OneTwoApps
Mehr vom Geld Haushaltsbuch von Norbert D. Frank
Mein Budget von der Stiftung Deutschland im Plus
Meine Ausgaben von Michael Totsching
SayMoney – Haushaltsbuch von IW IT & Apps
Unser Haushaltsbuch von Mavi Software
Die meisten dieser Haushaltsbuch Apps können kostenlos installiert werden. Es gab nur eine App, die direkt zu zahlen war (bei der dafür aber auch keine In-App-Käufe mehr zu tätigen waren). Bei vielen anderen Haushaltsplaner-Apps gibt es In-App-Käufe, um die Funktionsvielfalt zu steigern oder störende Werbung auszublenden. Im Test wurden die Versionen untersucht, die man kostenlos (mit einer Ausnahme) direkt aus dem Store runterladen konnte, ohne weitere In-App-Käufe.
Der Schwerpunkt des Tests der Haushaltsbuch Apps der DtGV lag hierbei auf der Bedienbarkeit, dem Funktionsumfang und dem Umgang mit der Privatsphäre.
Bedienbarkeit der Haushaltsbuch Apps im Test weitgehend gegeben
Einer der wichtigsten Punkte der Haushaltsbuch Apps ist deren echte mobile Nutzbarkeit, unabhängig davon, ob eine Datenverbindung besteht. Dies war bei den Apps zum großen Teil gegeben, Abstriche mussten aber zum Beispiel bei den FAQ’s gemacht werden, denn diese waren zum Teil auf der Website hinterlegt, auf welche nur mit einer Datenverbindung zurückgegriffen werden konnte. Das ist natürlich nicht sinnvoll.
So geht es auch, eine Haushaltsbuch-App ist aber praktischer
In allen Fällen war die App einfach verständlich und eine intuitive Bedienung möglich. Die Tester konnten sich also sehr einfach mit den Apps zurecht finden.
Funktionsumfang von Haushaltsbuch Apps ist besonders wichtig
Anschauen lohnt sich: Mein Haushaltsbuch
Die gebotene Auswahl an Funktionen differierte zwischen den einzelnen Apps enorm. Gemeinsam hatten alle Haushaltsplaner-Apps jedoch, dass Sie die grundlegende Funktion erfüllten: Eine verständliche und übersichtliche Zusammenfassung über den aktuellen Monat zu liefern.
Einen Einblick in den aktuellen Kontostand konnten nur die Apps gewährleisten, bei denen auch Kontos hinterlegt werden konnten und ein Übertrag zwischen den einzelnen Monaten stattfand.
Unterschiedliche Kategorien für die Ausgaben konnten bei nahezu allen Apps angelegt werden. Unterkategorien waren aber nur in 3 von 10 Fällen gebildet werden. Wiederkehrende, regelmäßige Ausgaben und Einnahmen konnten nur in 9 von 10 Fällen eingestellt werden: dies spart auf lange Sicht Zeit und gewährleistet einen guten Überblick über die Fixkosten.
Große Unterschiede gab es bei der Verfügbarkeit und der Anzahl der Grafiken, welche die finanzielle Lage in diversen Dimensionen darstellen und so eine noch schnellere Übersicht geben können. So gab es Apps im Test, bei denen keinerlei Grafiken vorhanden waren (Finanzchecker der Sparkassen, Ausgaben Erfassen), Apps mit einem Minimum an Grafiken bzw. wo eine kostenpflichtig Erweiterung möglich ist (Meine Ausgaben, Money Control, Mein Budget) und Anwendungen mit sehr ausführlichen, detaillierten Grafiken (Mein Haushaltsbuch, Mehr vom Geld Haushaltsbuch).
Privatsphäre bei Haushaltsrechner-Apps wichtig
Top Werte: Unser Haushaltsbuch
Da es sich bei Finanzen um sensible Daten handelt, sollte der Datenschutz an erster Stelle stehen. Umso erstaunlicher war es hier, dass bei 4 der 10 getesteten Apps keinerlei Informationen zur Datenverarbeitung bzw. zum Schutz dieser Daten aufzufinden war. Bei 2 Apps war eine Datenschutzbestimmung nur auf der Website und damit nur bei einer bestehenden Datenverbindung vorhanden.
Ebenso empfindlich verhält es sich mit dem Zugriff auf Dienste, damit die App funktioniert. Dies war in den meisten Fällen plausibel (wie beispielsweise der Zugriff auf Medien und die Galerie des Smartphones, um Belegfotos abzuspeichern). In einigen wenigen Fällen wurde aber auch der Zugriff auf die Kontakte des Nutzers abgefragt, die keinen erkennbaren Nutzen für die App hatte.
Fazit des Haushaltsbuch-Tests
Grundsätzlich eignen sich die getesteten Apps, um eine schnelle, unkomplizierte Übersicht über die monatlichen Finanzen zu geben. Die Unterschiede zwischen den Angeboten sind jedoch beträchtlich. Wer schnell und kostenlos starten will, startet mit einem der beiden top bewerteten Haushaltsrechner Apps. Wer bereit ist, sofort 3 Euro auszugeben, nimmt das Angebot „Mein Haushaltsbuch“. Dafür wird man später auch nicht mehr durch weitere In-App-Käufe überrascht und die App ist ihr Geld wert.