Heutzutage sind die meisten Waschmaschinen Frontlader. Toplader-Waschmaschinen sind die Ausnahme. Einer der Gründe dafür ist sicher, dass Toplader nicht so viel Füllmenge, also nicht so viele Kilogramm Wäsche, aufnehmen können und der Trend geht zu größeren Waschmaschinen. Aber alleine an der Füllmenge lässt sich nicht entscheiden, welche Art Waschmaschine besser ist.

Natürlich kann und muss man die Frage, ob Toplader oder Frontlader, auch unter ästhetischen Gesichtspunkten sehen. Aber auch hier scheiden sich die Geister. Lieber Bullauge beim Frontlader oder glatte Fläche beim Toplader.

Art
Beschreibung
Typische Frontlader-Waschmaschine mit Befüllung der Waschmaschine von vorne

Toplader-Waschmaschinen werden von oben befüllt und sind meist schlanker

Aber schauen wir uns die Vor- und Nachteile dieser Waschmaschinen im Detail an.

Toplader vs. Frontlader: Vorteile und Nachteile

Fangen wir mit dem Toplader an. Die charakteristische Eigenschaft dieser Waschmaschinen ist, dass die Wäsche von oben eingeladen wird. Dazu muss die Waschtrommel geöffnet werden, die zu diesem Zwecke eine entsprechende Klappe hat, die sich beim Schließen verhakt.

Da man von oben an die Wäsche rankommt und diese auch einfüllen muss, ist bereits klar, dass man sich beim Toplader weniger bücken muss, was den Rücken schont. Gerade auch beim Rausnehmen der Wäsche, die dann durch die Restfeuchte schwerer ist, ist das ein Argument.

Ebenso ist klar, dass man auf die Toplader-Waschmaschinen nichts draufstellen kann. Während auf einen Frontlader ein Trockner gestellt werden könnte oder der Frontlader als Unterbauvariante in einer Küchenzeile genutzt werden kann, ist dies bei Topladern nicht der Fall.

Toplader sind meist schmaler, denn die Trommel sitzt im Toplader anders als im Frontlader. Im Toplader dreht sich die Waschtrommel von vorne nach hinten (oder anders herum). Daher sind Toplader meist 60 cm tief, dafür aber oft nur 40 cm breit. Wenn Sie also wenig Platz in der Breite haben, sind Toplader Ihre Waschmaschine der Wahl.

Beim Toplader können Sie von oben auf die Trommel und den „Laufraum“ der Trommel sehen. Es kann Ihnen also passieren, anders als beim Frontlader, dass Wäschestücke aus versehen neben die Trommel fallen und diese im ungünstigen Fall verklemmen.

Größere Trommeln gibt es beim Toplader nicht, so dass Sie kaum Waschmaschinen für 8 kg Wäsche oder mehr finden. Dies ist im Wesentlichen bauartbedingt, denn die Waschmaschine würde sonst zu tief werden.

Beim Toplader können Sie, wenn Sie die Waschmaschine anhalten, zwischendurch Wäsche zugeben oder entnehmen. Sie öffnen die Waschtrommel ja von oben, so dass kein Wasser auslaufen kann. Diese Funktion gibt es nur teilweise bei Frontladern.

Die Technik beim Toplader ist ein wenig komplizierter als beim Frontlader. Auch werden weniger Stückzahlen hergestellt, was die Kosten tendenziell oben hält. Innovationen kommen auch später bei den Topladern an und werden erst bei den Volumenmodellen eingeführt. Insgesamt zahlen Sie beim Toplader tendenziell eher mehr für etwas weniger technische Leistung und Innovation.

Warum und wann sollte man einen Toplader nehmen

Im Folgenden listen wir die Vorteile und die Nachteile von Toplader-Waschmaschinen auf:

Vorteile von Topladern
  • Schmale Bauart von ca. 40 cm
  • Vorne braucht man nicht viel Platz, da keine Öffnung
  • Rückenschonend
  • Wäsche während Waschgang entnehmbar und einlegbar
  • Keine Probleme mit undichtem Bullauge
Nachteile von Frontladern
  • Wäschemenge meist nur bis 7 kg Füllmenge
  • Platz über dem Toplader ist nicht nutzbar; nicht unterbaufähig
  • Tendenziell teurer in Anschaffung und bei Wartung und Reparatur
  • Tendenziell weniger innovativ

Für eine Toplader-Waschmaschine sollte man sich vor allem entscheiden, wenn man entweder ein Platzproblem hat oder wenn man ein Rückenproblem hat.

Beim Frontlader wird die Wäsche von vorne in die Trommel getan. Die Waschtrommel selbst, die vorne an der Seite ohnehin offen ist, muss dazu nicht extra geöffnet werden. Die Waschtrommel rotiert quasi von links nach rechts, so dass Frontlader-Waschmaschinen meist 60 cm breit sind und bauartbedingt nicht schmaler sein können. Dafür gibt es Frontlader, die weniger tief sind, zum Beispiel nur 45 cm.

Eingebaute Frontlader-Waschmaschine
Frontlader sind unterbaufähig

Da man die Wäsche von der Seite einlegt, kann man die Öffnung, das Bullauge während eines laufenden Waschgangs mit Wasser in der Trommel nicht öffnen. Wäsche kann man dann nur mit speziellen Funktionen nachlegen, Wäsche rausholen geht nicht.

Aufgrund der Befüllung von vorne in ca. 30 cm Höhe muss man sich bücken. Dafür können die Frontlader-Waschmaschinen unterbaufähig sein, können also in eine Küchenzeile integriert werden. Wenn man dies nicht möchte, kann man über den Frontlader auch zum Beispiel einen Trockner stellen und den Platz effektiver nutzen.

Die Bauart lässt auch größere Füllmengen bis zu 10 kg zu, ohne zu stark in die Breite zu gehen. 8 kg Fassungsvermögen sind bei Frontlader-Waschmaschinen eher die Regel als die Ausnahme.

Warum und wann sollte man einen Frontlader nehmen

Folgende Vorteile und Nachteile gibt es bei der Wahl eines Frontladers als Ihre Waschmaschine:

Vorteile von Frontladern
  • Platz über der Waschmaschine nutzbar
  • Waschmaschine unterbaufähig
  • Größere Füllmengen an Wäsche sind möglich
  • Innovationen gibt es vor allem bei den Frontladern
  • Frontlader sind etwas preiswerter als Toplader
Nachteile von Frontladern
  • Frontlader sind verhältnismäßig breit, mit 60 cm
  • Durch das Bücken zum Einräumen und Ausräumen werden Rücken und Knie belastet
  • Man braucht vor der Waschmaschine ausreichend Platz zum Öffnen der Tür

Typische Maße von Frontladern und Topladern

Frontlader haben in der Regel ein Breitenmaß von 60 cm. Auch in der Tiefe sind häufig 55 cm anzutreffen, wenn es auch Geräte ab 45 cm gibt und. Die Höhe liegt in der Regel bei 85 cm.

Toplader sind etwas höher mit ca. 90 cm. Die Breite liegt dagegen eher bei 40 cm. Die Tiefe dagegen liegt recht konstant bei 60 cm, um die Trommel im Inneren beherbergen zu können.

Hersteller von Frontladern und Topladern

Es gibt zahlreiche Waschmaschinenhersteller, die in Deutschland ihre Produkte verkaufen. Ganz vorne stehen sicher Bosch-Siemens und Miele. Traditionell steht Miele für höchste Qualität, faktisch hat Bosch-Siemens aufgeschlossen. Bosch und Siemens Hausgeräte waren früher noch unterschiedliche Unternehmen, gehören nun aber beide zusammen zu Bosch Hausgeräte. Oftmals sind die Modelle baugleich. Unseren Kaufberater für Frontlader-Waschmaschinen (7 bis 8 kg) finden Sie hier.

Mit allerlei Innovationen machen auch AEG, LG, Samsung, Haier und Beko auf sich aufmerksam. Mit Gorenje, Bauknecht und vor allem Candy gibt es auch Volumenhersteller, die eher im unteren Preissegment anbieten. Daneben gibt es noch Whirlpool.

Grundsätzlich ist die Auswahl bei Topladern etwas eingeschränkter. Bosch-Siemens, Miele, AEG und Bauknecht sind hier häufiger anzutreffen als die anderen Waschmaschinen-Marken.

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