Videokamera

Mit einer Videokamera können heute einfach und schnell Filmaufnahmen gemacht werden. Diese landen im Familienalbum, bei Youtube, auf Facebook oder auf der eigenen Webseite. Die Bandbreite bei den Videokameras ist aber groß: Von der Hobby-Kamera über das semi-professionelle Gerät bis zur Profi-Videokamera. Kleinere Videokameras werden auch Camcorder genannt. Die Bildqualität bzw. die Qualität der Bildauflösung […]

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befriedigend
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befriedigend
2,8
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3,2
Einsatz
Full-HD
Bildrate Full-HD60605050505050506050
4K
Bildrate 4K303050252524
Max. Videoauflösung3.840 x 2.1603.840 x 2.1604096 x 21603840 x 21601920 x 10803.840 x 2.1602.136 x 1.3623.840 x 2.1601920 x 10801920 x 1080
Videoformate
AVCHD
XAVC
MPEG4
Audioformate
Linear PCM
Dolby Digital
Sensor
TypCarl Zeiss Vario Sonnar TZEISS Vario-Sonnar TLeica-DicomarZEISS Vario-Sonnar TCanonZEISS Vario-Sonnar TCanonLEICA DICOMAR ObjektivJVC Bright GTJVC Bright GT
Größe Sensor (Zoll)111/2,311/2,841/2,51/2,841/2,51/2,31/2,33
Auflösung Video (MP)14.214.28.814.22.98.22.98.51912
Bildstabilisatoroptischoptischoptischoptischoptischoptischoptischoptischoptischoptisch
Objektiv
TypCarl Zeiss Vario Sonnar TZEISS Vario-Sonnar TLeica-DicomarZEISS Vario-Sonnar TCanonZEISS Vario-Sonnar TCanonLEICA DICOMAR ObjektivJVC Bright GTJVC Bright GT
Brennweite (mm)9,3 - 111,69.3 - 111.64,08 – 81,69,3 - 111,63,67 - 73,44,4 - 883,67 - 73,44,12 - 98,93,76 - 37,63,76 - 37,6
Optischer Zoom12122012202020241010
Objektivring
KB-Äquivalent29 - 348 mm29 - 348 mm29,5 - 600 mm29 - 348 mm26,8 - 576 mm26,8 – 536 mm26,8 - 576 mm25 - 600 mm29,9 mm - 586 mm29,9 mm - 586 mm
Sucher
SuchertypEVFEVFEVFEVFEVFEVFEVFEVFEVFEVF
ScreenOLEDOLEDk.A.OLEDOLEDk.A.k.A.k.A.LCOSLCOS
Pixel (Mio.)1.561.561.150.91.230.91.230.460.90.23
Monitor
Größe (Zoll)3.53.53.53.53.533.533.53
ScreenLCDLCDLCDLCDOLEDLCDOLEDLCDLCDLCD
Touchscreen
Pixel (Mio.)1.561.561.150.91.230.91.230.460.90.23
Speicher
Anzahl SD-Karten (SD)2222212122
Interner Speicher0000000000
Anschlüsse
Mikrofon
Kopfhörer
HDMI
SDI
Zubehör
Eingebautes Mikro
WLAN
NFC
Zubehörschuh
Gesamt
Gewicht (kg)0.81.081.60.80.80.60.90.451.71.7
Abmessungen (mm)120,7 x 274,3 x 103,5200 x 116 x 89160 x 170 x 315196 x 81 x 83109 x 182 x 8480 x 161 x 73115 x 84 x 231167 x 69 x 77177,5 x 197 x 416227 x 232 x 476
Akku-ArtLithium-IonenLithium-IonenLithium-IonenLithium-IonenLithium-IonenLithium-IonenLithium-IonenLithium-IonenLithium-IonenLithium-Ionen
Akku Volt7.47.47.47.47.47.47.43.67.47.4
  • Großer Sensor
  • guter Sucher
  • SDI-Anschluss
  • Großer Sensor
  • guter Sucher
  • High-Speed Autofokus
  • Gute 4k Bildrate
  • Guter Sucher
  • Guter Sucher
  • Guter Sucher
  • Guter Sucher
  • Sucher ist kippbar
    • Zeitlupe bis 300 Frames per Second
      • Nachfolgemodell von dem Modell links
            • nur eine SD-Karte
            • kein interner Speicher
            • nur eine SD-Karte
            • Begrenzter optischer Zoom
            • kein WLAN
            • Begrenzter optischer Zoom
            • kein WLAN

            Mit einer Videokamera können heute einfach und schnell Filmaufnahmen gemacht werden. Diese landen im Familienalbum, bei Youtube, auf Facebook oder auf der eigenen Webseite. Die Bandbreite bei den Videokameras ist aber groß: Von der Hobby-Kamera über das semi-professionelle Gerät bis zur Profi-Videokamera. Kleinere Videokameras werden auch Camcorder genannt.

            Die Bildqualität bzw. die Qualität der Bildauflösung hat große Fortschritte gemacht. HD (High Density) ist schon veraltet, Full-HD ganz ordentlich, 4k aktuell das Maß aller Dinge. Dabei geht es um die Zahl der Pixel, die bei Full-HD bei 1920 x 1080 und bei 4K bei 3.840 x 2.160 liegen. Noch höher geht es bei Cinema 4k. Am Anfang steht daher die Frage, was die Videokamera wiedergeben soll und ob sie das auch kann. Im gehobenen Hobbybereich bzw. im semi-professionellen Bereich ist Full-HD der Standard. 4k gibt es ebenfalls sehr oft.

            Videokamera im Einsatz
            Aus der Hand geschossen: VIdeokamera im Hobbyeinsatz

            Aber: Bei 4k Videoaufnahmen ist die Bildrate pro Sekunde immer deutlich geringer (meist die Hälfte) als bei Full-HD. Die Prozessoren sind einfach noch nicht so schnell. Wirklich flüssiges 4k in jeder Situation kann man meist noch nicht schießen. Hier sollte man darauf achten, was die Videokamera wirklich leistet.

            Kaufkriterien für Videokameras im Fast-Profi-Bereich
            • Je größer der Bildsensor umso lichtempfindlicher die Aufnahmen; durch geringere Tiefenschärfe entsteht der Film-Look
            • Nicht alle Videokamera liefern 4k Auflösung; wer 4k braucht, kann nicht alle Modelle kaufen
            • Die Brennweiten variieren teilweise stark: Nahfilmer achten eher auf kleine Brennweiten, Fernfilmer eher auf große Brennweiten
            • Bei der Angabe der Brennweiten nicht auf das KB (Kleinbildäquivalent; 35 mm-Äquivalent) hereinfallen
            • Ein Sucher mit mehr Pixeln fängt das Bild realistischer an den späteren Aufnahmen ein
            • 2 SD-Karten-Slots ermöglichen das parallele Aufnehmen in zwei unterschiedlichen Videoformaten. Man spart sich mühsame Konvertierungen
            • Das Gewicht kann ein Thema sein, wenn man die Videokamera lange mit sich rumträgt!

            Videokameras nehmen mit verschiedenen Videoformaten auf

            Das Videoformat ist insofern wichtig, als dass es die weitere Nutzbarkeit der Aufnahmen beeinflusst. Die meisten Formate kann man ineinander umrechnen. Das kostet aber viel Zeit. Besser ist es also, dass die Videokameras direkt das liefert, was man braucht.

            Das Videoformat bestimmt, die wie Rohdaten abgespeichert werden und welche Zusatzinformationen evtl. noch mit abgelegt werden, wie zum Beispiel Untertitel, Standortinformationen etc. Die Videoformate sind an sich Ordnersysteme. Diese Ordner werden via Codecs komprimiert, wovon es wiederum diverse Arten gibt. Daher findet man oftmals das Videoformat ergänzt um den verwendeten Codec, z.B. MPEG-4/H.264. MPEG-4 ist das Videoformat, H.264 der genutzte Codec.

            Je nach Format kann dabei die Qualität von Ton und Bild beeinflusst werden, denn die Daten werden eben nicht einfach „roh“ gespeichert, sondern meist komprimiert. Es gilt unzählige Videoformate, die vom jeweiligen Hersteller gepusht werden. Dennoch haben sich einige Formate als Standards durchgesetzt, auf die es zu achten gilt:

            MPEG-4

            MPEG-4 bietet hohe Bildqualität bei geringem Speicherplatz. MPEG-4 wurde hauptsächlich für das Internet als .mp4 entwickelt und verwendet, kann aber mit nahezu allen Fernsehern gut abgespielt werden. MPEG-4 ist für die Speicherung auf DVDs wichtig. Ansonsten müssen Sie für die Speicherung auf DVDs umfangreiche Konvertierungen vornehmen, die sehr zeitintensiv sind.

            AVCHD

            Advanced Video Codec High Definition, entwickelt von Sony und Panasonic, ist für den Konsumenten und beginnenden Profibereich entwickelt. AVCHD ist ein HD-Videoformat, welches recht rechenintensiv ist. AVCHD wird teilweise auch NXCAM (von Sony) oder AVCCAM (von Panasonic) genannt.

            Mit AVCHD kann das Video direkt auf Blu-Ray-Discs gespeichert und angesehen werden. Andernfalls sind zur Speicherung auf Blu-Ray umfangreiche Konvertierungen notwendig.

            HDV

            High Definition Video (HDV) ist ein bandbasiertes Videoformat. Da heutzutage nahezu alle Videokameras mit Speicherkarten arbeiten, wird HDV so gut wie nicht mehr genutzt.

            XAVC

            XAVC wird vor allem von Sony-Kameras genutzt. Dabei gibt es mehrere Unterarten, die unterschiedliche Kompressionsverfahren nutzen:

            • XAVC-I (Intra): Hier wird jede Bild einzeln kodiert.
            • XAVC-L (Long GOP): Hier werden Einzelbilder aber mit Bezug zu vorherigen und nachfolgenden Bildern kodiert. Das dies pro Bild gesehen effizienter, verbraucht aber mehr Rechenleistung.
            • XAVC-S: Hier werden ganze Bildergruppen gemeinsam kodiert.

            Bildsensor: Je größer, umso besser

            Die Größe des Bildsensors ist eine wichtige Kennzahl. Durch den Sensor wird das Bild digitalisiert. Dabei spielt die Zahl der auf dem Sensor vorhandenen Pixel eine wichtige Rolle, aber keineswegs die einzige Rolle. Auch die physische Größe des Sensors ist wichtig.

            Größere Sensoren sind förderlich für die Tiefenschärfe und die Lowlight-Eigenschaften, also das Filmen bei weniger Licht. Die Tiefenschärfe wird durch größere Sensoren positiv beeinflusst in dem Sinne, dass nur das im Fokus stehende Objekt scharf ist, der Rest jedoch verschwommener erscheint. Dies nennt man auch Film-Look, denn bei Filmen ist man eben diesen Effekt gewohnt, während man bei Fotos oft das Gegenteil erreichen möchte.

            Bildsensor CMOS von Sony
            1 Zoll Sensor von Sony

            Größere Sensoren sind zudem lichtempfindlicher, nehmen also aufgrund ihrer Größe mehr Licht auf als kleinere Sensoren. Man kommt also mit weniger Umgebungslicht aus, wenn man einen größeren Sensor in der Kamera hat.

            Je größer also der Bildsensor der Videokamera, umso besser ist es für die Aufnahmequalität von Videos. Die derzeit größten Bildsensoren sind 1 Zoll groß. Oftmals wird der Bildsensor bei Videokameras als Bruchteil eines Zolls angegeben, zum Beispiel 1/2,5 Zoll.

            Daneben spielen dann auch die verfügbaren Pixel eine wichtige Rolle, wobei zwischen realer und effektiver Pixelanzahl unterschieden wird. Meist liegen beide Werte aber nicht weit auseinander. Mehr Pixel im Bildsensor sind grundsätzlich besser. Die Spanne bei den Pixeln im Bildsensor liegt zwischen 3 Megapixeln und 14 Megapixeln.

            Früher, vor der Zeit der Digitalkameras, war das Kleinbildformat das Maß aller Dinge. Dieser „Sensor“ war 24 x 36 mm dimensioniert. Zwar versuchte man damals, die Bildsensoren auf diese Größe zu bringen, dies gelang aber nur zu sehr hohen Preisen. Daher reduzierte man die Sensorgrößen. Der Verlust war auch nicht so dramatisch, da via digitaler Informationen auch mehr auf kleineren Rum gespeichert werden konnte.

            Bildstabilisierung: Optische Stabilisierung ist wichtig für die Videokamera

            Neben rein mechanischer Bildstabilisierung durch Aufstützen der Kamera gibt es die optische und die elektronische Bildstabilisierung. Bei der optischen Bildstabilisierung wird versucht, unbeabsichtigte Bewegungen in der Mechanik der optischen Elemente Linsen und Prismen auszugleichen. Dies kann im Objektiv oder beim Bildsensor erfolgen. Dazu müssen Sensoren die Bewegungen in den diversen Richtungen genau aufnehmen und auswerten, ob es sich um beabsichtigte oder nicht-beabsichtige Bewegungen handelt.

            Die elektronische Bildstabilisierung dagegen kann durch ein späteres Nachschärfen der Bilder realisiert werden oder einfach auch durch kürzere Belichtungszeiten, durch die das Wackeln weniger sichtbar wird.

            Per se ist die optische Bildstabilisierung zu bevorzugen, da sie genau das ausgleicht, was man eben nicht will: Das mechanische Verwackeln während der Aufnahme. Elektronische Bildstabilisatoren sind dagegen meist preiswerter.

            Das Objektiv bei der Videokamera: Entweder viel aufs Bild oder in der Ferne gute Aufnahmen

            Eine kleine Brennweite des Objektivs bedeutet, dass man viel auf das Bild bekommt der Bildausschnitt also besonders groß ist. Eine sehr große Brennweite bedeutet, dass man einen kleinen Bildausschnitt erhält der aber insbesondere weiter weg liegende Aktionen gut einfängt. Die Brennweiten ändern also den Bildausschnitt.

            Die heutigen Objektive in Videokameras sind nicht mit Festbrennweiten ausgestattet sondern mit einem optischen Zoom. Durch Verschieben einer Linse wird entweder die Brennweite verkürzt oder verlängert und entsprechend der Bildausschnitt auf dem Sensor erweitert oder reduziert (bzw. fokussiert). Je größer der optische Zoom, umso mehr Flexibilität hat man.

            Brennweite bestimmt den Bildausschnitt
            Die Qual der Wahl: Viel auf dem Bild oder entfernte Sachen filmen

            Es macht zudem einen Unterschied, ob die kleineste Brennweite 9,3 mm oder 3,67 mm beträgt. Die kleinere Brennweite ermöglicht deutlich größere nahe Aufnahmen, die größere, bei gleichen Zoomfaktor, deutlich entferntere Aufnahmen. Hier muss man wissen, was man vorrangig filmen möchte.

            Der Objektivring ermöglicht dabei die einfache Steuerung des Zooms per Hand während des Filmens. Dies ist automatisch oftmals zu aufwendig oder nicht genau genug.

            Da man früher in Kleinbildformaten dachte, tauchen auch öfter noch die Kleinbildäquivalente auf. Dort wird so getan, als sei der Sensor 35 mm groß und ausgehend davon wird errechnet, was der optische Zoom (oder der digitale Zoom) in dem Fall für die Videokamera bedeutet hätten. Diese Angabe ist für Filmer und Fotografen interessant, die schon lange dabei sind; keinesfalls aber gibt sie reale Werte der Brennweiten wieder. Hier müssen Sie genau aufpassen! Diese größeren Brennweiten werden entweder als Kleinbildäquivalent, KB-Äquivalent oder 35 mm-Angaben geführt. Manchmal wird dies nicht mal explizit herausgestellt. Sie sehen in unserer Tabelle, dass die Unterschiede enorm sind und man schnell auf falsche Gedanken bzgl. der Brennweiten der Videokamera kommen kann.

            Ein digitaler Zoom verändert nur vordergründig die Möglichkeiten. Die geschossenen Bilder werden aber nur umgerechnet. Dort, wo keine Details vorhanden sind, kann auch das umrechnen keine Details ergänzen. An sich macht nur ein optischer Zoom wirklich Sinn, denn der verändert die Bildinformationen in den geschossenen Videosequenzen tatsächlich. Aber: Wenn man nicht mit maximaler Auflösung filmt, führt das runterrechnen nicht zwangsläufig zu einem Qualitätsverlust. Nur, wer mit maximaler Auflösung unterwegs ist, erleidet zwangsläufig Qualitätsverluste durch den digitalen Zoom. Diese können in Maßen aber hinnehmbar sein. Insgesamt sollte man sich durch die teils großen Angaben des digitalen Zooms aber nicht blenden lassen. Ein zweifacher digitaler Zoom, der sowieso immer vorhanden ist, kann aber oft nützlich sein.

            Sucher & Monitor verbessern das Handling der Videokamera

            Während Sie mit Ihrer Videokamera filmen, wollen Sie sicher sein, dass die gegenwärtigen Einstellungen ok sind. Wer denkt, dies würde ohne technische Unterstützung gut funktionieren, liegt falsch.

            Die Videokamera erfasst die Bilder und Bewegungen auf eine spezielle Weise, beeinflusst durch Zoom, Licht, Videoformat, Aufnahmemodus usw. Damit weichen die Aufnahmen vom Bild des normalen menschlichen Auges stark ab. Sie wollen aber sehen, was genau Ihre Videokamera da gerade macht bzw. was sie machen würde.

            Ein Mittel dazu ist der Sucher, das kleine Fenster durch das Sie hindurchschauen. Die meisten dieser Sucher sind elektronisch und heißen damit auch gleich EVF = Electronic ViewFinder, also elektroische Sucher. Was Sie sehen, spielt sich auf einem kleinen Monitor ab, meist ein OLED-Monitor. Der wiederum zeigt das Bild dann gleich demjenigen Bild ähnlich, was die Videokamera schießen würde bzw. gerade aufnimmt. Dies ist ungemein hilfreich.

            Da man nicht die ganze Zeit durch den Sucher schauen will – gerade beim Filmen mit einer Videokamera ist das schnell ermüdend – hat man auch noch den kleinen Monitor an der Videokamera. Die Bildschirmen sind standardmäßig um die 3 Zoll groß (in der Diagonale) und auf LCD-Basis. Meist sind sie als Touchscreen ausgelegt.

            Sowohl beim Sucher als auch beim Monitor ist die Anzahl der Pixel der Bildschirme wichtig. Es bringt Ihnen nicht viel, wenn Sie in 4k filmen, die Monitore aber nicht mithalten können. Je mehr Pixel die beiden Monitore haben, umso besser. Gute Sucher haben heute ca. 1,56 Mio. Pixel, gute LCD-Bildschirme über 1 Mio. Pixel. Man erkennt die Qualitätsunterschiede der beiden Arten – Sucher und LCD-Monitor – recht klar: Der viel kleinere Sucher hat mehr Pixel als der viel größere Monitor.

            Videokameras haben meist keinen internen Speicher

            Die meisten Videokameras haben keinen internen Speicher, um längere Videosequenzen aufzunehmen. Dazu muss extra eine Speicherkarte gekauft werden. Gängige und sinnvoll Größenordnungen fange bei 32 GB an und gehen im Regelfall bis 120 GB hoch. In letzter Zeit sind auch 240 GB Speicherkarten anzutreffen.

            Mit den Speicherkarten kann man eine Menge Filmmaterial speichern. Die genaue Länge hängt aber von vielen verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel dem Aufnahmeformat, das unterschiedlich viel Speicherplatz braucht.

            Da selten ein interner Speicher in den Videokameras verfügbar ist, müssen Sie mit zusätzlichen 50 bis 60 € rechnen, um sich eine 120 GB SD-Speicherkarte zuzulegen. Einige Videokameras haben zwei Slots, was den Vorteil einer parallelen Aufnahme in zwei verschiedenen Videoformaten hat. Das MPEG-4-Format wird dann beispielsweise für die schnelle Wiedergabe im Web genutzt, das andere Format für eine nachfolgende professionellere Bearbeitung.

            Der Vorteil ist nicht zu unterschätzen, dann das Konvertieren von einem Format ins andere Format, wenn es denn verlustfrei geht, ist ein zeitfressender Vorgang.

            Wichtige Anschlüsse und Zubehör für Videokameras

            Über die SD-Steckkartenplätze haben wir schon weiter oben gesprochen. Am besten hat Ihre neue Videokamera zwei davon. USB-Anschlüsse, mind. Mini-USB, ist mittlerweile Standard. Ebenfalls Standard ist ein HDMI-Anschluss, der genau für die Übertragung von Videodaten entwickelt wurde.

            Das im professionellen Bereich öfter vorzufindende SDI auf Basis eines Koaxialkabels, welches höhere Datenraten als HDMI zulässt, ist dagegen im oberen Hobbybereich und dem semi-professionellen Videokamera-Bereich noch die Ausnahme.

            Audioausgänge und -eingänge gibt es regelmäßig für Mikros und Kopfhörer. Standardmäßig ist auch immer ein Miko eingebaut, dessen Qualität oft aber nicht ausreichend ist. Daher ist es im Normal notwendig, ein externes Mikro mitzunehmen.

            In letzter Zeit sind die Videokameras zunehmend WLAN und NFC (Near-Field-Communication) fähig. Damit lassen sich die Videokameras fernsteuern, teilweise aber auch schnell mal ein paar Daten transferieren. Wenn man die eigene Videokamera via App steuern kann, ist das aber u.U. gut um sich selbst aufzunehmen oder eben nicht selbst als störend in der Aufnahme zu erscheinen bzw. das Objekt der Begierde (zum Beispiel Tiere) zu verscheuchen.

            Ein Zubehörschuh, der oben auf der Videokamera sitzt, ist sinnvoll, da er das bequeme Festmachen von zusätzlichem Equipment ermöglicht.

            Nicht zuletzt: Gewicht & Maße

            Die Abmessungen der Videokamera und deren Gewicht tragen maßgeblich dazu bei, gerade in Aktion gute Filme machen zu können. Je leichter, umso besser ist die Videokamera zu handeln. Die Angaben in der Tabelle bzgl. des Gewichts sind alle ohne Akku. Hier kommen also nochmal gut 1 kg oben drauf, wenn der Akku drin ist.

            Bei den Maßen gibt es keine so großen Unterschiede. Allerdings sind die Videokameras am oberen Ende des Hobbybereichs teilweise nicht gut auf der Schulter aufzusetzen, sondern müssen aus der Hand heraus genutzt werden. Dies sieht man gut an den Bildern. Hier sind Videokameras, die auf der Schulter aufzusetzen sind, die bessere Alternative.

            Hersteller von Videokameras

            Es gibt nicht allzu viele große Hersteller von Videokameras. Die großen drei Hersteller im Markt sind Sony, Canon und Panasonic. Auch JVC bietet Geräte an.

            In unserer Analyse haben wir uns die folgenden semi-professionellen Videokamera-Modelle (nach alphabetischer Reihenfolge) angeschaut:

            1. Canon LEGRIA HF G40
            2. Canon XA30
            3. JVC GY-HM70E
            4. JVC JY-HM360
            5. Panasonic HC-VXF11EG-K 4K
            6. Panasonic HC-X1000
            7. Sony FDR-AX100 4K Ultra HD
            8. Sony FDR-AX53 4K Ultra HD
            9. Sony FDR-AX700 4K HDR Ultra-HD
            10. Sony PXW-X70

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