Tränensäcke sind eine Wölbung der Haut unter dem Auge. Sie können temporär sein, z.B. bei viel Stress oder nach einer durchzechten Nacht. Ähnlich wie bei Schlupflidern über dem Auge kann sich unter dem Auge durch Erschlaffung der Haut, der Muskulatur, einer Ansammlung von Fettgewebe oder einem gehemmten Lymphfluss, der zu einem Lymphstau führt, eine Wölbung oder Schwellung bilden. Bei Frauen treten Tränensäcke auch um die Menstruation herum auf oder in den Wechseljahren. Je nach Ursache gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Behandlung von Tränensäcken.

Ist die Ursache eine Lymphstauung, helfen entschlackende Maßnahmen. Ganz oben auf der Liste Ihrer Möglichkeiten steht eine umfangreiche Flüssigkeitszufuhr! Sie sollten mindestens 2 Liter Wasser oder andere, nicht alkoholische oder gesüßte Getränke zu sich nehmen. Flüssigkeit reinigt den Körper von Giftstoffen. Zudem sollten Sie es vermeiden, zu flach zu liegen, denn dies behindert ebenfalls den Lymphfluss. Eine weitere Alternative sind – professionelle – Lymphdrainagen. Dabei wird die Flüssigkeit aus dem Gewebe in die Lymphgefäße verschoben. Lymphdrainagen sollten durch Profis (oft Krankengymnasten mit Zusatzausbildung) vorgenommen werden. Eine Eigenmassage der betroffenen Region kann zusätzlich weitere Abhilfe schaffen.

Woher kommt der Name "Tränensäcke"?
Tränensäcke haben übrigens nichts mit der Tränenflüssigkeit zu tun. Diese wird über tiefer liegende Kanäle in die Nase geleitet und führt nur höchst selten zu optischen Beeinflussungen. Der Name passt also an sich zur Ursache, sondern hat sich über die Zeit eingeschlichen.

Bei Lymphstauungen hilft zudem die Kühlung der Augenregion, da sich dann die Gefäße und die Haut (temporär) zusammen ziehen und die Tränensäcke verkleinern. Dies fängt wiederum beim Schlafen an: Viel frische Luft wirkt sich positiv aus. Daneben gibt es Hausmittel, die schnell, aber kurzfristig helfen können: Gurkenscheiben sind bekannt aus „Funk und Fernsehen“. Hier legen Sie einfach kalte Gurkenscheiben auf die Augen. Dies zieht die Haut zusammen und wirkt angenehm kühlend. Als weiteres Hausmittel gibt es die Quarkanwendung. Verrühren Sie Quark und Eiweiß und tragen Sie die Masse auf die betroffene Augenregion. Nach 20 Minuten sollten Sie die Maske mit lauwarmen Wasser abwaschen. Eine weitere Möglichkeit sind kalte Teebeutel (Schwarzer Tee, Grüner Tee, Kamillentee), die auf die betroffene Augenregion aufgelegt werden. Sie können sich auch Eiswürfel in einem Beutel auf die Augen legen oder ein kühlendes Gel auftragen.

Zudem muss die Löffelmassage erwähnt werden, quasi eine Kombination aus beiden Vorgehensweisen: Sie kühlen zunächst einen Teelöffel im Eisfach und streicheln dann sanft über die betroffenen Augenpartien. Gehen Sie hier von innen nach außen vor. Dabei üben Sie immer wieder leichten Druck aus und klopfen auch ganz leicht auf die betroffenen Stellen. Damit erreichen Sie eine Kühlung der Augen und haben eine private Lymphdrainage vorgenommen.

Augenlider werden genau untersucht

Liegt die Ursache in Fettpolstern oder einer Erschlaffung der Haut oder der Muskeln, sind ästhetisch-chirurgische Maßnahmen notwendig. Hier ist die Unterlidstraffung, eine Art der Augenlidstraffung, die Methode der Wahl. Anders können Sie die Tränensäcke dann nicht beeinflussen. Sind Lymphstauungen die Ursache, sind chirurgische Eingriffe dagegen nicht sinnvoll.

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